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Fragen zu LW 1200
Hallo liebe Forengemeinde
Ich hätte mal paar Fragen zum LW 1200. Bin gerade dabei ein SK3900 aufzubauen und dabei auch am Laufwerk. Da dieses ganz erbärmliche geräusche von sich gibt, hab ich das mal zerlegt.
Mechanisch ist das Laufwerk doch mit dem aus dem D100 gleich?
Der Capstanmotor selbst macht schon Quietschgeräusche und ich wollte den tauschen. Dabei habe ich bemerkt, dass es unterschiedliche Motoren gibt.
Sind die Motoren austauschbar, oder gibts da Unterschiede? Muss ich da was beachten?
Wo sollte ich altes Fett entfernen und wo und mit was kann ich nachfetten und wo soll ich kein Fett dran machen?
Gibt es sonst noch was wichtiges zu beachten?
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Fragen zu LW 1200
Hallo Alexander
Das Laufwerk vom SK 3900 ist dem von D100 nür ähnlich.
Beim SK 3900 sind 2 Motoren vorhanden, der Wickelmotor hat 9 Volt und der Schwungmassenmotor 5,5 Volt.
Das Quietschen des Schwungmassenmotors kommt durch ein verschmutztes
Lager . Meist erkennt man es durch den Kniest am Lager .
Die verschmutzten Lager leiern dann auch aus so daß man die Motorachse im Lager hin und her bewegen kann .
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Hi,
weitere Unterschiede sind die verbauten Optokoppler. Den Tonwellen Motor gab es aber denke ich auch im Sonneberger Laufwerk in 2 Ausführungen. Einmal mit externer, an die große Laufwerksplatine angesteckter Drehzahlregelung und einmal mit in den Motor eingebauter Drehzahlregelung. Mechanisch sind die Laufwerke gleich. Gebaut wurden eh alle in Sonneberg. Die ersten waren eben in den Sonneberger Geräten verbaut, später wurden sie in Sonneberg für die Berliner Anlagen gebaut und hier nat. auch weiter dem techn. Fortschritt angepasst.
Meines wissens kann man ein HMK Laufwerk ohen Probleme in ein Sonneberger Deck (SK3000/SK3900) einbauen. Optokoppler tauschen und das wars.
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Hallo Alexander,
die Laufwerke brauchen eigentlich sehr wenig Wartung. Verharzungen habe ich bisher kaum festgestellt. Häufig laufen die Dinger nur trocken. Wenn sie nicht zu sehr verunreinigt sind, hilft zumeist das Tröpfchen harzfreies Öl, um die Dinger wieder geräuschfrei und zum sauberen Laufen zu bringen. Sollte das nicht klappen, dann kann man sie noch immer zerlegen, reinigen und Teile austauschen.
Meiner Erfahrung nach sind nicht alle Laufwerke mechanisch gleich. Das merkt man besonders beim Austausch einzelner Teile der Laufwerke untereinander. Ein kompletter Laufwerkstausch ist allerdings unter Beachtung einiger Kleinigkeiten wie der Optokoppler am Aufwickeltrieb auch möglich aber doch recht aufwendig.
Gruß Reiner
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Hallo Alexander,
vom Prinzip her, sind die Laufwerke HMK und SK 3000/3900 identisch. Haupt-Unterschiede liegen beim Optokoppler, Tonwellenmotor und natürlich der Elektronik. Ein versteckter, aber doch gravierender Unterschied ist die Mechanik beim Spulen, die Art und Weise, wie der Kopfschlitten und damit die Wickelzahnräder auf Position gehalten wird (waager. Zugmagnet: Plasteführung für Zugstange bei HMK und CAW!). Details gibt es noch, wie anderer Kassettenhintergrund, andere Mikroschalter usw.
HMK und CAW hatten immer den VEM-Elektronikmotor mit integrierter Regelung in 12-V-Ausführung, während beim SK 3000/3900 und BDG der normale Motor, ähnlich Geracord und KR 650 zum Einsatz kam, 5,5 V ohne interne Regelung. Es gab hier 2 versch. externe Regelplatinen, die gängige mit Transistorbestückung und die etwas seltenere erste Variante mit UL1901. Der Elektronikmotor wurde hier NICHT eingesetzt, wenn, dann ist dies bei Reparaturen erfolgt. Die ersten Laufwerke hatten noch Reibradgetriebe, diese laufen viel ruhiger, allerdings können die Gummis verhärten und reißen. Auch hatten frühe Laufwerke noch einen justierbaren Anschlag für den Kopfschlitten (Madenschraube unterhalb der Andruckrolle).
Etwas unterschiedlich vom SK-3000/3900-Laufwerk ist noch das vom BDG, hier ist ein Mono-Tonkopf verbbaut und der Optokoppler befindet sich unter dem anderen, dem linken Wickel.
Geräusche beim LW1200 kommen in erster Linie von den Motorlagern (Wickelmotor unmd beim SK auch Tonwellenmotor), hier hilft ein Tropfen Sinterlageröl oft Wunder. Weitere mechm. Geräusche - vor allem beim Umapulen - können entstehen, wenn die Zahnräder der Zwischenradeinheit nicht richtig eingreifen, hier gibt es Biegelaschen, die die Anschläge einstellen. Bei alten Laufwerkvarinaten den einstellbaren Anschlag des Kopfschlittens nicht vergessen, häufige Fehlerquelle, nach Einstellen Schraube unbedingt mit Lack sichern.
PS: vor allem bei HMK-Geräten bzw. Laufwerken aus HMKs beachten, in Berlin galten wohl schon immer andere Regeln der Technik. Die Preußen hatten es nicht so mit genormten Farben usw., hier ist an den Motoren oft blau (+) und rot (-), hab selbst schon einen Elektronikmotor ins Jenseits befördert, weil ich das nicht beachtet hatte und den neuen Motor damit verpolt habe.
Steffen
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HMK
Hallo Steffen
da muß ich aber wiedersprechen
hier Dein Original:in Berlin galten wohl schon immer andere Regeln der Technik. Die Preußen hatten es nicht so mit genormten Farben usw., hier ist an den Motoren oft blau (+) und rot (-), hab selbst schon einen Elektronikmotor ins Jenseits befördert, weil ich das nicht beachtet hatte und den neuen Motor damit verpolt habe.
das waren unsere Technologen die sich diesen Mist ausgedacht haben wir hatten uns damals auch immer gewundert aber naja man weiß ja nie.
Dabei seit: 15.03.2007
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Herkunft: Dresden
RE: HMK
Wieso, das ist doch kein Widerspruch, sondern eine Bestätigung
Das war bestimmt, um den Rest der Republik -wo man sich an die Regeln der Technik hielt- zu verwirren.
Steffen
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Themenstarter
Hallo an Alle hier
Erst mal danke für die Hinweise. Hintergrung der Geschichte ist einfach, ich will ein SK was optisch top ist in Gang setzen, nur ist das Laufwerk verrostet. Ich habe hier noch 2 Laufwerke aus einen HMK D100 liegen und wollte da eigentlich die Mechanik umbauen. Mechanisch habe ich mit euren Hinweisen alles gefunden.
@Steffen Kein reibradLW aber die Einstellschraube ist vorhanden (oder was , was ne schraube mit Feder sein könnte.
Die Motoren im SK hatten also keine integrierte Regelung? die Regelung ist dann die kleine Platine, mit Transistor, welche seitlich an der Hinteren angesteckt und am Kühlkörper angeschraubt ist. Muss ich mal messen, ob ich einen geregelten Motor eines D100 dort direkt anstecken könnte. Wegen der Polung habe ich gleich mal geschaut, ist rot- und blau+
Netterweise ist ein Elko da parallel geschaltet, da sieht man es auf den ersten Blick.
Wegen des Zugmagneten muss ich genauer nachsehen. bei den Mikroschaltern habe ich keinen Unterschied feststellen können. aber eine Idee ist mir dabei gekommen ...Bandsortenumschaltung wie am D200 sollte da ja kein Problem sein, zumal der Drehschalter im Prinzip nur einen Umschalter darstellt.
Dabei seit: 15.03.2007
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Hallo Alex,
die Beleuchtung kannst Du zwischen 101a und 102a der Steuerplatte anschließen, das war mal für das Lämpchen vorgesehen. Wenn neben der Drossel L102 eine Drahtbrücke sitzt, so ersetz diese gegen einen Vorwiderstand (ca. 120...270 Ohm).
Den Elektronik-Motor kannst Du normalerweise nicht so einfach anstelle der Reglerplatte anschließen, er läuft mit 12 V, dort kommen aber nur reichlich 9 V an. Also entweder mit Dioden in Reihe an die +15 V oder etwas experimentieren.
Steffen
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Themenstarter
LW1200 klingt dumpf auf einem Kanal?
Hallo an Alle hier
Laufwerk ist umgebaut Beleuchtung und geregelter Motor tun Ihren Dienst. Jetzt ist ein anderes Problem aufgetreten. Ein Kanal (R) klingt
dumpf und hat weniger Pegel als der andere. Alle versuche den Tonkopf entsprechend zu justieren brachte keine Verbesserung. Woran kann das liegen?
Danke für eure Hilfe
Gruß Alexander
PS.: Habe soeben mal die Litzen direkt am A/W Kopf getauscht (alle4) der Fehler wandert auf den anderen Kanal.
Kann doch nur der Tonkopf defekt sein, oder
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Alexander: 06.02.2011 13:51.
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Fragen zu LW 1200
Hallo Alexander
Ja , es ist der Tonkopf.
Nun kommt es aber darauf an, wie weit dieser eingeschliffen oder gar verschmutzt ist. Es kann auch die Bandführung am Kopf verschoben sein.
( war häufig beim SKR 700/701 anzutreffen , wenn man mit Gewalt versucht hatte die Kassette zu entnehmen). Vieleicht ist er magnetisiert , mache mal eine Aufnahme . Wenn es dann noch dumpf klingt dann Kopf wechseln wechseln.
Mit Spiritaus wirst du ihn bestimmt gereinigt haben.
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Hallo zusammen,
weil die Überschift so schön passt mach ich mal hier weiter mit meiner Frage. Eine Frage, die mich schon vor Jahrzehnten beschäftigt hat als ich zum ersten Mal eine Kassette in ein SK einlegte. Die Verwunderung wich mit der Zeit der Gewöhnung so dass die Frage wieder in Vergessenheit geriet...
Welchen tieferen Sinn hat der bewegliche Kassettenhintergrund beim LW1200? Warum schwenkt das Teil beim Öffnen so heraus? Kann es sein, dass das eigentlich Unfug oder zumindest höchst fragwürdig ist? Staubschutz ist wohl Quatsch. Ob dem Schöpfer des LW1200 öfter beim Kassettenwechsel die Zigarettenasche auf Köpfe und Andruckrolle fiel?
Gab es solchen aufwändigen "Staubschutz" jemals bei NSW-High End?
VG Bjorn
__________________ Equipment: R160 R4000 SV3935 ST3936 BR26 V150 T150 HMK100 SD200 V102 T200 D200 BR50 einige S3000 B3010
Änderungen im Sinne des technischen Fortschritts behalten wir uns vor...
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Fragen zu LW 1200
Hallo Bjorn
Ob es so aufwendigen Staubschutz bei "Westgeräten" gibt bzw. gab weis ich nicht.
Aber es reicht schon ,wenn man einen Fingerabdruck auf den Tonkopf hinterlässt ,das dadurch eine deutliche Klangverschlechterung entsteht.
Dem wollte man warscheinlich entgegenwirken , obwohl die Orwokassetten auch Abrieb hinterlassen.
Dabei seit: 11.05.2009
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RE: Fragen zu LW 1200
Hallo Dietmar,
an den hartnäckigen Schmodder der sich bei Verwendung von Kaccetta usw. immer ansammelte dachte ich so bei Beurteilung der Verhältnismäßigkeit dieser Wackelklappe. Da die Klappe immer die Sicht auf Köpfe, Rolle und Tonwelle versperrt, musste sie wohl sehr oft mit dem Finger betätigt werden um nach dem Rechten zu schauen und zu putzen. Bei durchgängiger Verwendung von hochwertigen Bändern konnte man dann aber sicher etwas weniger oft die Klappe nach hinten drücken.
Aber ich will dieses Laufwerk nicht verreißen. Es ist IMHO das beste was es gab, allerdings eine Materialschlacht. Super robust und langlebig abgesehen vom ungeregelten Motor im SK. Nur dieses konstruktive Detail mit der Wackelklappe ist schon witzig.
VG Björn
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Änderungen im Sinne des technischen Fortschritts behalten wir uns vor...