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Chess Master Diamond
Liebe Gemeinde,
ich habe unlängst einen G5004.500 bekommen. Zustand nicht mehr ganz
so schön und natürlich tot, ohne Netzteil und Figuren. Außerdem fehlten
jede Menge der Plastikabdeckungen für die LEDs.
Werde euch hier mal nach und nach einen Überblick über die Rückführung
ins RFT-Leben geben.
Vorab: Er funktioniert wieder, hat komplett neue LED-Abdeckungen
(eigene Lösung, die ich euch noch in Wort und Bild vorstelle) und auch
neue Figuren die ich einem SC2 entliehen (gefallen mir optisch um Längen
besser als die Originale) und mit neumodigen Neodymmagneten für das
Sensorfeld erkennbar gemacht habe.
Hier der erste Teil vom Gerät:
Zustand bei Erhalt, Bilder vom Innenleben und nach der Reinigung.
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Themenstarter
@Gemeinde
Zum Samstag pünktlich die Fortsetzung:
Als erstes hab ich den Rechnerkern zum laufen gebracht. Standardfehler ist
wie so oft die fehlende Ub 5 V (Sicherungshalter korrodiert, B3170 zerschossen).
Takt und Prozessorsignale mittels TTL-Prüfstift kontrolliert.
Danach ging schon mal die Anzeige samt Beeper. Die Sensoren haben mich
etwas ins schwitzen gebracht da mal Funktion da war und dann wieder nicht.
Hab auch keine B461 vorrätig, glücklicherweise war keine Hall-IS defekt, so
daß es nach einigem hin und her durch Ermitteln der nötigen Magnetstärke
letztlich doch sicher funktionierte.
Ich hab zylindrische 6x1 mm² Neodym-Magnete vervendet, die ich günstig
in der eBucht bei neodym-24 erworben habe, waren innerhalb zwei Tagen bei
mir.
Für die Erkennung durch die Sensoren reichen zwei dieser Magnete aus,
da sie jedoch in die Figuren eingepasst sind und noch ein dünner Filz
drunterkommt, lässt sich vermutlich durch Exemplarstreuungen der Hall-IS nicht
in jedem Fall eine sichere Funktion erreichen. Ich habe deshalb jeweils drei Magnete
pro Figur eingebaut.
Wie schon oben geschrieben habe ich wegen Abwesenheit der Originalfiguren
Figuren vom SC2 eingesetzt. Davon habe ich jeweils zu meinen beiden SC2
(braun und schwarz) die jeweils passenden vollständigen Figurensätze in
Ahorn/ Buchsbaum natur bzw. schwarz lackiert (nur die schwarze Partei
).
Die ursprüglichen magnetisierten Kunststoffplättchen hab ich mit einem kleinen
scharfen Messer samt Klebstoffresten von den Sockeln entfernt.
Anschließend wurden mittig 6mm Sacklöcher von etwa 5mm Tiefe in jede
Figur gebohrt. Hier ist es nötig die Mitte jeweils anzureißen, da die Dornlöcher
von der Mitnahmevorrichtung beim Drechseln der Figuren meist außermittig liegen.
Holzbohrer ist zwingend nötig, damit der Schnitt sauber wird.
Um die Figuren nicht zu beschädigen und sie sicher im Maschinenschraubstock zu spannen
hab ich ein kleines Hilfsmittel aus Holz benutzt (kein Foto, aber es ist sicher
auch so verständlich
):
Das ganze wird doppelt benötigt, der Einschnitt in der Mitte entspricht kapp
dem Durchmesser des (kleinsten) Bauernsockels.
In die Sackbohrung werden nun jeweils drei dieser netten kleinen Magnete eingepasst.
Achtung: Südpol nach unten zum Brett, sonst spricht der Sensor nicht an!
Abschließend kommt dünner Filz drauf. Da ich den grünen, der normal für Schachfiguren
verwendet wird, nicht da hatte, hab ich für die weißen Figuren dünne weiße
Gleiter aus Filz verwendet (aus einen normalen Baumarktsortiment, aufpassen
daß diese max. nur ca. 1mm stark sind) und für die schwarzen Figuren selbst
hergestellte aus schwarzem Velours (dece-fix) aufgeklebt.
Im nächsten Beitrag wird es mit dem Ersatz der Plastik-Pippusse für die LEDs
weitergehen. Da viele fehlen und die Original-Teile kaum erhältlich sind (und wenn
dann zu exorbitanten Preisen
), hab ich einen neue Lösung gesucht
(und gefunden
), hier schon ein Vorgeschmack:
__________________ Ciao Norbert
... und also sprach Bill Gates: "Lasst uns einen graphischen Virus programmieren ..."
an der Lösung für die Abdeckung hätte ich großes Interesse. Habe 2 x Chess-Master-Diamond, einen funktionsfähigen und einen defekten, bei dem ich bereits die CPU gewechselt habe, aber ich vermute ROM-Fehler (hatte zeitweise Überspannung wg. Netzteilfehler (Masseanschluss vom Regler hochliegend)). Da suche ich noch dringend den Original-ROM-Inhalt, um das zu Teil zu reparieren. Nach meinen Messungen sollte der Rest intakt sein. CPU gibt nur sehr niedrige Adressen raus und keine Anzeige, keine Aktivitäten.
Gruß Ingo.
__________________ Man sollte Boote mit Wasserkraft antreiben, Flugzeuge mit Windkraft und Atome mit Atomkraft!
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von ingodergute: 13.02.2010 11:48.
Dabei seit: 01.09.2008
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Themenstarter
Schönen Sonntag in die Runde!
Für Ingo und alle anderen Interessierten die nächste Fortsetzung:
Lange hab ich überlegt wie man die elenden Plastik-Pippusse vernünftig
ersetzen kann. Gleichzeitig sollte auch das Spielfeld etwas aufgearbeitet
werden, da ja doch unschöne Kratzer und Lichtflecken drauf sind.
Herstellung von kleinen Dreh-/ Drechselteilen aus Plastik-Rundmaterial hab ich
genauso wie eine Lösung mit Gießharz wieder verworfen. An anderer Stelle
kam ich auf die ebenso einfache wie probate Lösung: Heißkleber
Das ist auch Kunststoff, läßt sich schneiden und schleifen und bildet eine
schöne homogene Form aus.
Das Problem war nur: Wie verklebt der heisse Kunststoff nicht mit den LED ?
Das Spielbrett (Bild1) hat von innen ja die Löcher für die insgesamt 66 LED
(und natürlich Taster und Anzeige, die hier aber nicht weiter interessieren).
Jede LED bekam nun eine Trennschicht in Form einer kleinen Mütze aus normaler
Küchenfolie ( sollte jeder aus eigener Anschauung kennen, wie das Zeug
durch Adhäsion zusammenklebt, sobald Folie auf Folie kommt ).
Leider existiert hier kein Foto, weil ich so beschäftigt war
.
Ist aber schnell erklärt: Habe die Folie in ca. 4x4 cm große Quadrate
geschnitten und jeweils auf jede LED gepappt. Da die Folie beim Zusammen-
drücken an sich selbst haftet war jede LED quasi einzeln verpackt.
Das Ganze vorsichtig in die Löcher gefädelt und anschließend jede LED-Öffnung
vorsichtig mit Heißkleber verfüllt, so daß ein kleiner linsenförmiger Berg stehen bleibt
(Bild2 und 3).
Nach dem Auskühlen (im Moment am Fenster kein Problem) wurden erst mal
die Trennfolien (Bild4) aus den Löchern gezupt. Das erfolgte vor dem
Planschneiden der Oberfläche, damit kein Kunststoffpfropfen (tolles Wort
)
aus Versehen mit herusgezogen wird.
Anschließend Planscheiden der jeweiligen LED-Abdeckungen mit einem (scharfen!!) Messer.
Hier hab ich die Klinge von einem Cutter verwendet. Die muß man
entsprechend des Winkels der Schneide halten und dann vorsichtig schneiden.
Achtung kann leicht ins Furnier gehen
(Bild5 und 6)
Jetzt sind die sechs Bilder verbraten und gleich gehts mit dem letzetn Teil weiter....
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Und gleich der letzte Streich:
Jetzt gings ans (vorsichtige!) Schleifen der Oberfläche.
Leider mußte ich feststellen, daß die Beschriftung im Siebdruck
direkt in der vorhandenen ursprünglichen Lackschicht steckt.
Ordentliches abschleifen wie beim Schreiner war also ohne Zerstörung
der Beschriftung nicht machbar. Damit verschwinden auch die Lichtflecken
nicht so wie ursprünglich beabsichtigt, da hier ca. 2/10tel des Furniers
abgetragen werden müssten.
Also hab ich selektiv nur auf dem Spielfeld gearbeitet (kleiner Schleifklotz und
Latte als Anschlag) und dann vorsichtig die ganze Oberfläche aufgeraut, damit
der neue Lack hält. Verwendung fand 800er Schleifpapier.
Nach dem LEICHT feucht Abwischen und Trocknen erfolgte dann ein mehrfacher
Lackauftrag (Bild 1 und 2) durch sprühen (plasti-kote Klarlack matt aus dem Baumarkt
).
Anschließend nach dem gründlichen Trocknen Einbau des Innenlebens,
Zusammenbau und Test (Bild3)
.
Ein CMD G5004.500 ist wieder funktionsfähig und steht
als Trainingspartner bereit, wenn mal kein menschlicher Gegner greifbar ist.
Und sein Alter darf man ihm doch durchaus ansehen
.
So das wars: Ende, Finito, Schluß ...
Ob es doch weitergeht ? Ein G5003.500 ist auf dem Weg zu mir ....
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Hallo Norbert, danke für die interessante Storry. Nur so als Feedback. Nicht dass du denkst, nur der Ingo hat mitgelesen...
Sonntagsgrüße Björn
__________________ Equipment: R160 R4000 SV3935 ST3936 BR26 V150 T150 HMK100 SD200 V102 T200 D200 BR50 einige S3000 B3010
Änderungen im Sinne des technischen Fortschritts behalten wir uns vor...
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Neenee Björn,
hab doch schon gesehen das nicht nur Ingo mitliest, war halt der
erste der sich geäußert hat
Wenn ich mal die Downloadzahlen nehme sinds bald 200, die sichs
genauer angesehen haben. Im RT-Forum gabs auch über 400 Klicks
@Ingo,
mit gießen wird das schwieriger, weil das Zeug recht plastisch ist,
da wäre dann sicher Epoxydharz die bessere Wahl.
@alle
Suche immer noch die ROM-Inhalte des G5004.500 (16KB)
und der Module PM10 (8KB) sowie PM11 (16KB).
Sonst muß ich mich doch mal heranmachen, das auszulesen.
CMD und PM11 hab ich da, nur mit PM10 ists Essig.
Das ganze wird aber erstmal noch dauern, weil eine Menge
Baustellen noch vorher dran sind
:
RS5001, RX81, PA1203, Floppymodul für Z9001, weitere Rechner usw. usf.
(und nicht zwingend in dieser Reihenfolge)
__________________ Ciao Norbert
... und also sprach Bill Gates: "Lasst uns einen graphischen Virus programmieren ..."
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Z80-Nostalgiker: 14.02.2010 18:16.
also wer noch soein Ding will: Ich habe einen in OVP (Karton in sehr schlechtem Zustand) inkl. BDA, sehr seltene Exportversion! Figuren sind auch alle da. Es fehlen: Das Netzteil und 2 der kleinen Abdeckungen. Optisch guter Zustand! Für 20,- ist der zu haben! (Oder Tausch gegen was aus meiner Liste)
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Guten Morgen Gemeinde,
inzwischen ist der CM G5003.500 (war doch kein Diamond) von Julian bei mir eingetroffen.
Da es hier nur eine kurze Meldung ist, mach ich keinen extra Beitrag auf
.
Das Gerät befindet sich einschließlich der originalen Figuren in sehr gutem
Zustand. Es hat die übliche Routinebehandlung bekommen (Stromversorgung,
Sicherung reing./ersetzen, Rechnerkern und Sensorfeld prüfen) und war danach
funktionsbereit
. Testprogramm auch absolviert, spielt wie er soll.
Damit hab ich die Schachcomputerreihe von RFT komplett und funktionsfähig.
Und inzwischen hatte ich ja selber nach meinem Figurenumbau für den Diamond das Problem,
daß ein kompletter Satz (31 Figuren außer der weißen Dame
)
SC2-Figuren für den ursprünglichen Zweck nicht mehr verfügbar waren.
Da ich ohnehin nach einem reisefähigem Schachspiel in ordentlicher Qualität
zu erschwinglichem Preis geschaut habe, bin ich beim Schachhändler meines
Vertrauens hier in Dresden für 25 Öcken fündig geworden:
Die Figuren haben nahezu Originalgröße, sind aus Holz, sehen sehr akzeptabel
aus und dazu gibts eine (ordentliche) Aufbewahrungsbox aus Holz die gleichzeitig ein Schachbrett
(Intarsie) bietet
.
Anhängend seht ihr das Ganze, einschließlich aufgebaut auf dem SC2.
wie gesagt, da warte ich lieber oder gebe den SC 2 wieder weg.
Erstens möchte ich WENN dann nur Original und zweitens: 25 Öcken für einen Ersatz??? Das ist es mir nicht Wert, dafür das es ja dann nichtmal original ist. DAFÜR bekommt man ja auch locker schon einen defekten SC2!
Bzw. dafür gebe ich meinen, so wie er ist (eben bis auf die fehlende Dame
) auch her. Dann habe ich wieder etwas mehr Platz für ein Radio...
Ich wollte ja nur immer mal einen DDR Schachkomputer haben. Aber wie das so ist, auch aufm Trödel wird man nur beschissen. Der SC2 wurde mir als komplett verkauft (Warum ich Trottel nicht einfach mal alle Figuren drauf gestellt habe
) und der Chessmaster als Komplett. Das da ein Netzteil fehlt, habe ich erst Zuhause bemerkt...
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Naja Julian,
bei mir wars eben nicht nur Ersatz, sondern ein vernünftiges Reiseschachspiel
aus Holz mit furniertem Spielfeld, das war mir das Geld letzlich wert (billiger gibts
bloß noch Schrott oder eben second hand).
Preiswerter kommt dann sicher nur ein defekter SC2 vom Trödler, aber hier in Dresden
hab ich die letzten zwei Jahre nicht einen auf dem Flohmarkt gesehen.
Der CM hat das Netzteil übrigens eingebaut, es ist eine DDR-übliche Netzschnur
(ähnlich Europa) nötig, die hatte ich wegen diverser Radios und KC da
__________________ Ciao Norbert
... und also sprach Bill Gates: "Lasst uns einen graphischen Virus programmieren ..."
Der CM hat das Netzteil übrigens eingebaut, es ist eine DDR-übliche Netzschnur
Na dann Glückwunsch zum Schnäppchen! Das kommt davon, das ich immer auf Andere höre
Mir wurde gleich gesagt, das ich den ohne Netzteil nicht gebrauchen kann. Also habe ich den Karton gleich so wie er war in den Keller verfrachtet...
Naja, Pech gehabt. Er ist ja bei dir immerhin in guten Händen!
Vielleicht denkst du ja mal an mich, wenn dir soeine Dame über den Weg läuft!
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Ja klar Julian, hab mich ja schon umgesehen, leider kein Erfolg bisher .......
Wenns bis zum Treffen was wird, bring ich die mit
Bevor da evtl. ein kleiner Ärger hochkommt, da Du mit dem Lötkolben und
Meßbesteck ja eher wenig am Hut hast glaube ich nicht, das Du ihn aus dem
Schlaf gekitzelt hättest.
Und in guten Händen isser, ja denke doch
__________________ Ciao Norbert
... und also sprach Bill Gates: "Lasst uns einen graphischen Virus programmieren ..."
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Z80-Nostalgiker: 20.02.2010 11:33.
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Hi,
konnt ich ja nicht wissen, das das nur ein ChessMaster ist.
Mein Diamond hat ein externes Netzteil, welches sehr groß ist.
Huch, ich fühlte mich jetzt angesprochen.
Gruß Bernd
__________________ die Zeit, die bleibt, ist zu kurz um sich mit Unwichtigem rumzuärgern.
nein, du warst nicht der Erste der mir das sagte, oder doch? Keine Ahnung - ist ja auch nicht schlimm! Ehrlich! Ich hätte ja eh keinen Platz dafür gehabt. Und wenn ich dir nicht genau das Modell sage, dann ists eh meine Schuld!
Wieso heisst der andere denn "Diamond" wenn er doch augenscheinlich schlechter ist? (Also ein externes Netzteil ist für mich ein massiver technischer Rückschritt. Ich würde NEU NIEMALS ein Gerät mit ext. Netzteil kaufen!)
Dabei seit: 05.11.2007
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Moin Julian,
Warum der "Diamont" nun "Diamond" heißt weis ich auch nicht.
Aber der hat 2 Module mit bei welche mit "Beginn" und die andere mit
"Ende" bezeichnet ist. Ob die Spielbetrieb einfach getauscht werden können
weis ich auch nicht.Vielleicht kann das ein Experte aufklären.
Mit dem ext. Netzteil ist das schon so eine Sache. Ersten ist das Teil riesig und
2. passt das nicht in den Karton. Auch die Spielfiguren habe einen extra
Karton. So sind es insgeamt 4 Teile um das Gerät vollständig zu haben.
Meiner ist gottseidank vollständig bis auf den Karton fürs Netzteil, mit allen
Papieren incl Kartonaufkleber.
Dem ordentlichen Vater meiner Kumpeline sei Dank.
Einen schönes RestWE
Gruß Bernd
__________________ die Zeit, die bleibt, ist zu kurz um sich mit Unwichtigem rumzuärgern.
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Auch Moin,
ja jetzt hab ich auch ausgeschlafen (nicht wirklich)
Der CMD (G5004.500 mit 16KB ROM + 3KB RAM) ist schon das bessere Gerät
gegenüber dem CM (G5003.500 mit 10 KB ROM + 2KB RAM)).
Wegen der zusätzlichen Module und dem damit vergrößertem Leistungsbedarf
(Wärme) und verringertem Platz im Gerät hat man sich seinerzeit wohl für
die externe Variante der Stromversorgung entschieden.
(Im Westen fing man Anfang der 80er auch an fast ausschließlich Steckernetzteile
mitzuliefern (Hegener+Glaser, NOVAG usw.) , wie es leider heute auch noch ist.)
Der Trafo war ja einschließlich Längstransistor (im Bodenblech gekühlt)
im CM verbaut, gleichfalls ein sinnvolles Fach für die Figuren.
Im CMD fiel dieses Fach zugunsten des Modulsteckplatzes weg,
die Stromversorgung (eigentlich nur ein kräftigerer Trafo) wanderte nach draußen.
Die Module PM10 (zus. 8KB Eröffnung) und PM11(zus. 16KB Endspiel) tun genau
das was ihre Bezeichnung impliziert: Die Eröffnungsvarianten und Enspielfähigkeiten
verbessern.
Das PM10 sollte vor Spielbeginn gesteckt werden und dann nach Abschluß der
Eröffnungsphase kann mittels Tastenkombination die CPU per BUSRQ in
den Standby-Betrieb geschickt werden, was einen Modulwechsel während
des Spiels ermöglicht. Anschließend wird BUSRQ deaktiviert und die CPU macht
(mit mehr Programmintelligenz
) weiter. So clever war man seinerzeit,
übrigens nicht nur im Osten
__________________ Ciao Norbert
... und also sprach Bill Gates: "Lasst uns einen graphischen Virus programmieren ..."
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Mahlzeit,
Das ist ja mal ne coole Sache. Das steht bestimmt auch so in der Anleitung.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil (ist nicht so mein Ding).
Aber Schach spielen ist nicht mein Ding. Getestet habe ich meinen Diamond,
in dem ich ihn gegen sich selbst hab spielen lassen.
Und ratet mal, wer gewonnen hat.
Gruß Bernd
__________________ die Zeit, die bleibt, ist zu kurz um sich mit Unwichtigem rumzuärgern.
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Guten Abend liebe Gemeinde,
ich mache mein Versprechen von weiter oben wahr und berichte Euch
von meinen Ergebnissen beim ROM auslesen:
Einer meiner beiden CM geht nicht, ich vermute ROM-Fehler, weil CPU und Sensor intakt sind.
Vom CMD und PM11 hab ich nach den ROM-Inhalten als *.bin angefragt, aber
leider keinen Rücklauf bekommen.
Also hab ich den matschigen Sonntag genutzt um zunächst mit dem
PM11 (Endspielmodul 2*U2364) die ROMs auszulesen ohne das Modul
zu zerstören oder die ROMs auszulöten.
Dafür hab ich aus einer 28pol. Präzisionsfassung und jeder Menge verschieden-
farbiger Schaltlitze 0,5mm (je DB0..7, AB0..15 und Steuersignale sowie GND und
5P eine Farbe) einen kleinen Adapter gebaut.
Dieser kommt in meinen EPROMMER (Willem PCB3) die Drähte kommen in diesem
Fall in die PINs der EFS-Buchse (ansonsten an günstigen Stellen auf der Platine
anlöten, ggf. CPU mittels BUSRQ auf StandBy).
Nach Kontrolle der Verbindungen eingeschalten und über LPT-Port 0..7FFFh ausgelesen .
Voila ... mehrere Versuche zu verschiedenen Zeiten brachten jeweils den
gleichen ROM-Inhalt .
Zu beachten ist, das natürlich im ausgelesenen Bereich der tatsächliche ROM
noch mit einem HEX-Editor ausgeschnitten wird. Eine Inhaltskontrolle mit dem
EPROMMER ist nicht möglich, da (hier) der Bereich 0..3FFFh nicht als ROM
vorhanden ist.
Das Ergebnis liegt als 16KB *.bin File vor. Da ich keinen Vergleich habe, nochmal
die Frage ob jemand über einen verifizierten ROM-Inhalt des PM11 verfügt.
Ist ferner es normal, das nur knapp 12KB beschrieben sind?
Dabei seit: 11.05.2009
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Hallo Freunde der schönen alten Sachen. Angeregt durch Norberts super Dokumentation über die Aufarbeitung seines CMD, schielte ich seither in der E-Bucht nach genau diesem schönen Teil. Ich hatte das Glück ein brauchbares Exemplar bezahlbar zu ergattern. Das war so ein bischen "Katze im Sack"-Kauf, da kein Bild drin war. Nur über die Anzahl der vorhandenen Spielfiguren habe ich mir per Nachfrage vorher Klarheit verschafft. Also erste Bilanz: Figuren vollzählig, Oberfläche außer Lichtflecken und einiger fehlender "Pippusse" und leicht zu entfernender Fliegenschisse in Ordnung, Netztrafo vorhanden und ok. Die Sicherung war defekt und nebst Halterung völlig vergammelt. Die Funktion ist wiederhergestellt und die erste Partie bereits verloren....
@Norbert:
Nun habe ich einige Fragen zur Restauration da ich meinen CMD ebenfalls in einen möglichst ansehnlichen Zustand versetzen möchte.
Hast du beim verschleifen der Pippusse mit dem Holz auf eine Höhe, an den schwarzen Feldern eine Aufhellung festgestellt oder bist du auch hier nicht durch den alten Lack gedrungen? Die Wiederherstellung der Schrift ist vielleicht mit spiegelbildlich bedruckter Transferfolie möglich, für die dunkel gebeizten Felder fällt mir aber nichts passendes ein. Hast du nach der Heißklebekur an deinem CMD evtl. 8 Pippusse für mich über? Dann würde ich das Teil einfach so lassen und ohne Figuren in einer hellen Umgebung (Fensterplatz) die Lichtflecke nachdunkeln lassen. Der "akustische Melder" scheint stumm zu sein. Wann tritt der mal in Aktion? Und kann mir bitte jemand die BDA mailen, uppen oder einen gültigen Link posten? Außer bei Volker einen rfe-Beitrag (Mitteilung aus dem VEB Mikroelektronik "Karl Marx") habe ich leider nichts gefunden, nur ungültige Links.
beste Sonntagsgrüße - Björn
__________________ Equipment: R160 R4000 SV3935 ST3936 BR26 V150 T150 HMK100 SD200 V102 T200 D200 BR50 einige S3000 B3010
Änderungen im Sinne des technischen Fortschritts behalten wir uns vor...
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Hallo Björn,
kann mich erst jetzt melden. Hab nicht bis auf das Furnier geschliffen.
Ob hinstellen ans Fenster was bringt, kann man schwer sagen, da die
Lichtflecke ja durch jahrelanges "Belichten" entstanden sind und die
Sache mithin ziemlich lange dauern dürfte.
Der Piepser meldet sich eigentlich nach jedem Zug (recht leise).
Den Großteil der Plastikpippusse (schön wie sich die Wortschöpfung schon
etabliert hat
) hab ich für ein weiteres Gerät verbraten.
Sind aber noch ein paar da, hast PN.
BDA kann ich Dir schicken, wirf mal Deine eMail per PN rüber.
__________________ Ciao Norbert
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