TDA7293 und Boucherot-Glied

fritze67
Hallo Leute,

ich bitte um Hilfe.
Folgende Problematik: Derzeit baue ich an einer Endstufe mit 2 TDA7293 im Master-Slave-Betrieb.
Ich verwende dazu die originale Schaltung aus dem Datenblatt.

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In dieser Schaltung ist das Boucherot-Glied mit 2 Ohm und 100 nF dimensionert. An anderer Stelle im Datenblatt finde ich die Werte 3,9 Ohm und 1 µF.
Bei den ersten Einschaltversuchen sind mir die TDAs abgekocht.
Nun habe ich gestern nur einen Master-TDA bestückt und die Schaltung an +/- 13 V und einer Strombegrenzung von 0,1 A eingeschaltet. Für Mute/Standby habe ich die kombinierte Schaltung aus Bild 6 verwendet. Der Boucherot-Widerstand besteht aus 2 1-Ohm-Drahtwiderständen.
Die Schaltung schwingt ohne Last! Das Schwingen konnte ich dann durch Außerbetriebnahme des Boucherot-Gliedes verhindern.
Wo liegt der Hase im Pfeffer? Hat jemand eine Idee?

Gruß
Ronald
Purzel
Hallo Ronald
Ein Draht R hat im Boucherotglied nix zu suchen.
Die Windungen von Draht R s können den IC zum Oszilator mutieren lassen
Ich verwende 1Ohm 1W mox +0,22µ MKT oder Vielschicht .
Was für ein Layout hast Du für die Platine?
Ich verwende das Elektordesign.
Funktioniert auf anhieb .
Hochwertige Stützelkos von 2x1000µ +2x022µ ceramic direkt neben den IC parallel zur Ub Minuspole auf GROSSFLÄCHIGE Massefläche,die an die Netzteilmasse(Elko und Trafomitte) mit 2,5qmm kurz verbunden wird.
Netzteil sollte auch richtig hart und mit Elkos von wenigstens 2x10.000µ gepuffert sein.

Ganz ohne ist der IC echt nicht Augenzwinkern ,aber wenn man alles beachtet, ist die Übertragungsqualität einzigartig.

VG Jürgen
fritze67
Hallo Jürgen,

ich kann Dir das Layout gern mal per Mail zukommen lassen, wenn Du mir mal Deine Addi zukommen läßt.
Keramik-Cs neben den TDAs? Ich dachte, ich tue ihm was Gutes mit 100n-MKTs. geschockt
Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar Widerstände sind auch nichts fürs Boucherotglied?

Gruß
Ronald
HolgerHa
Hallo fritze,

Zitat:
Diese Widerstände sind auch nichts fürs Boucherotglied?

Die sind doch auch gewickelt - da sie als Spule wirken, steigt auch deren Impedanz mit der Frequenz; zusammen mit dem Kondensator bilden sie sogar einen Schwingkreis...
Das Boucherot-Glied soll den Impedanzanstieg bei hohen Frequenzen begrenzen, der entsteht, wenn man nur die Lautsprecherspule als Last hat.
Der C sorgt dafür, dass bei grossen Frequenzen dem Lautsprecher der Widerstand parallel geschaltet ist und so den Impedanzanstieg begrenzt.
Der Widerstand - wenn er nicht eine "verkappte" Induktivität ist - bedämpft gleichzeitig auch die Resonanz, die sich zwischen Lautsprecherspule und dem C des Boucherot-Glieds bilden kann.
Gruss

HH
fritze67
Hallo Leute,

ich hab noch einen interessanten Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar gefunden, um die untere Grenzfrequenz noch etwas mehr auszureizen.

Gruß,
Ronald