Frage zum Lötzinn

minimaxx
Hallo,

ich habe vom Weihnachtsmann ca. 2,5 kg 1mm Lötzinn geschenkt bekommen. Freude Leider ist da nirgends eine Kennzeichnung zu sehen, da es scheinbar von einer größeren Spule abgewickelt worden ist. Das Alter wird auf mindestens 10 Jahre geschätzt. Ich gehe mal davon aus, daß es sich um bleihaltiges Lot handelt. Wie erkenne ich aber, ob dort Flußmittel drin ist?

Ein rein optischer Vergleich mit meinem vorhandenen Material zeigt mir keine Unterschiede.
Es handelt sich dabei (meinem vorhandenen Material) hauptsächlich um das Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar, welches sich sehr gut verarbeiten läßt.

Gruß
Peter
FrankM
Hi , das ekennst Du durch eine Probelötung.

Gruss Frank
Steffen
Hallo Peter,

in modernem Fadenlot ist eigentlich immer Flußmittel drinnen. Aber wenn keines drinnen wäre, würdest Du das bei der Verarbeitung sofort merken, es fließt dann ganz schlecht.

Steffen
rest49
Hallo Peter,

Merkmal Nr1. Flußmittel verdampft beim Löten und hat dann den üblichen Flußmittelgeruch, Nr2 Flußmittel setzt sich nach dem Löten auf der Oberfläche des Lötzinns ab bzw. es spritzt auch in Kügelchenform um die Lötstelle herum und lagert sich dort als kleine Flecken ab, Nr3 hochglänzende Lötstellen nach dem Erkalten weissen auf ein hochwertiges Zinn mit Flußmittel hin, Nr4 Flußmittel sorgt für sehr gute Fließeigenschaften auf der Kupferoberfläche und bildet eine gut sichtbare Diffusionszone aus, Nr5 schneide das Zinn mit einer Rasierklinge durch und erwärme es vorsichtig, dann tritt in der Regel das Flußmittel heraus.

Es gibt noch mehr in dieser Richtung aber das reicht erst mal und Pollin vertreit in der Regel qualitativ hochwertiges Zinn mit Flußmittel.

Gruß Reiner
minimaxx
Hallo,

danke für die Erklärungen.
Die beste Methode ist scheinbar Reiners Merkmal Nr.1. Es duftet nach Lötarbeiten und es steigt Rauch auf. smile

Gruß
Peter
rest49
Ach übrigens,

Lot ohne Blei würdest Du an der Oberfläche nach dem Löten erkennen. Die Oberfläche wäre dann sehr rauh und unruhig. Außerdem brauchtest Du dann auch eine höhere Löttemperatur und Deine guten Lötspitzen würden sich nach kurzer Zeit auflösen, da unverbleites Lot sehr aggressiv ist.

Gruß Reiner