Röhrentuner-Baustein RK3

moritz
Hallo Radiospezis,

Hätte da mal ne Frage,
Giebt es den Tuner-Baustein, der im RK3 und auch in den Goldpfeil-Geräten verbaut wurde auch mit einem Frequenzbereich bis 104 MHz??
Heli hat ja auch Exportgeräte gebaut.....
Wenn sich da irgendwo einer finden würde,hätte ich Interresse.
Ein Abgleichplan währe auch sehr willkommen,wenn ihn jemand hat.

Grüsse Moritz.
Frank Hennebach
Hallo Moritz ,

ja die gab es - z.B. im Export-Capri der ja Simonetta 6500 hieß.
Du kannst aber auch die 100 MHz -Tuner erweitern indem Du bei ausgedrehtem Drehko zuerst mit dem Oszilatortrimmer die 104 oder 108 MHz einstellst , dann den Vorkreistrimmer erstmal grob mit auf Maximum ziehen . Natürlich fehlt jetzt der vordere Teil des UKW - Bandes - dieser kommt wieder , wenn Du die äußeren Rotorplatten des Drehkos etwas zusammen biegst ,so daß diese gerade noch nicht schleifen und dann wechselseitig beide Kreise komplett neu abgleichst. So bekommst Du die Tuner mindestens von 87,5 bis 106 MHz bei manchen Exemplaren ist mir sogar schon bis 108 gelungen - kommt auf die verbaute Drehkotype an , bei denen mit nur 3 Platten geht es besser .
Manchmal mußte ich auch noch nen Parallel-C zum Trimmer ändern , wenn der Einstellbereich des Trimmers keine 108 MHz hergibt - gleiches gilt natürlich für den Vorkreis um das Empfangsoptimum zu erreichen .
Da muß man erst etwas Übung haben - dann klappt das in einer viertel Stunde ... Zunge raus
Das geht auch bei allen alten Kofferradiotunern mit Luftdrehko .

Gruß Frank
HolgerHa
Hallo Frank,

ich will ja nicht besserwissen - Du bist der Profi.
Trotzdem hab' ich Zweifel, daß der Gleichlauf der beiden Drehkopakete noch stimmt wenn man die Platten verbiegt.
(Bei AM-Drehkos sind ja die äußeren Platten genau darum in Segmente unterteilt, damit man die leichter justieren kann und so den Gleichlauf beider Pakete über den ganzen Bereich hinbekommt.)
Ok - bei FM ist die Frequenzvariation nicht soo groß wie bei MW - aber trotzdem.
Jedenfalls würde ich zum Abschluß noch einen L-Abgleich am niederfrequenten Ende machen...
LG

HH
Purzel
Hallo Holger
Den L-Abgleich wird Frank vorausgesetzt haben Augenzwinkern
Funktionieren tut es gut für den MINIMALAUFWAND.
Ich habe vorher immer Spulen zusammengedrückt und Parallel C verkleinert,da mußte ich am Drehko nix machen,aber mit etwas Augenmaß geht auch das mit relativ vernünftigen Gleichlauf.
In wie weit sich das geänderte LC Verhältnis auf die Schwingkreisgüte und Empfindlichkeit auswirkt müßte man berechnen smile
Für die praktische Anwendung funktioniert es jedenfalls gut .

Für DX um Westsender in DD zu empfangen ,wäre das natürlich nicht die Lösung gewesen Zunge raus

Bei Sammlerstücken mache ich es nicht ,da baue ich geänderten Tuner ein und gebe den Originalen zum Rückbau mit.
Ich habe über Jahre fast alle möglichen Tuner aus Schlachtern gesammelt ,nur für Goldpfeil mit AFC habe ich keinen als Ersatz ,nur 2 Defekte ,die noch komplett zerlegt liegen ,ohne den Fehler 100% gefunden zu haben.
Ohne vollständigen Zusammenbau ist aber KEIN Test möglich unglücklich

Gruß Jürgen
HolgerHa
Zitat:
Ich habe vorher immer Spulen zusammengedrückt und Parallel C verkleinert

ja, das ist eigentlich die "Schulmethode" - das Risiko von Gleichlaufproblemen gibt es da nicht. Geänderte Güte? Die serienmässigen Umbauten vom Toccata, Prominent etc. gehen doch alle so - mehr L, kleineres Parallel-C...

Gruss

HH
moritz
Guten Abend,

Vielen Dank erstmal für die Tip´s.
Ich hab noch ein Tuner liegen ohne AFC den werde ich mal anschließen und die Verstellung testen.
Da bleibt der Originaltuner unverbastelt,denn der geht recht gut. smile smile

@ Jürgen,
Für die Westsender hab ich ja den Antennenverstärker mit der E88CC noch hier liegen oder die Antenne wird größer.... fröhlich fröhlich fröhlich
Vielmehr Aufwand werde ich der NF im RK3 widmen damit es hintenraus auch gut klingt. Augenzwinkern

Grüsse Moritz.