Hallo,
da hier immer von der USt.-Nummer geredet wird, möchte ich hier mal etwas Klarheit hereinbringen, auch wenn es mit den Hauben unmittelbar nichts zu tun hat, erscheint es mir doch wichtig:
Bei einem Geschäft mit einer deutschen Firma -wie Micha das ja sagt- ist diese Nummer natürlich
NICHT erforderlich, das ist einfach nur Blödsinn und läßt mich an der Seriosität der Firma zweifeln! Diese Nummer ("Steuernummer") besteht aus 3 Zahlengruppen und ist ausschließlich bei B2B-Geschäften (also Firma mit Firma) erforderlich und auch nicht für den Auftraggeber, sondern nur für den Auftragnehmer, also die leistende Firma, die diese auf ihrer Rechnung ausweisen muß, damit der "kaufende" Unternehmer diese Steuer geltend machen kann ("sich die MWST. zurückholen"). Oder wurde schon mal jemand beim Maurer, Elektriker, Autofritzen oder im Supermarkt nach der Nummer gefragt? Nein! Eben...
Ist der Auftragnehmer jedoch keine deutsche Firma, sondern sitzt in der EU (also Frankreich, aber Micha sagt ja, Auftragnehmer ist ne deutsche Firma!), dann benötigt man als Unternehmer, wenn man von dort etwas beziehen möchte, eine sog. Umsatzsteuer-ID-Nummer (das ist was anderes, als die Steuernummer), die bei deutschen Unternehmen mit DE beginnt. Hat man diese nicht, ist das auch kein Problem. Warum? Ganz einfach, die USt.-ID-Nummer vereinfacht innereuropäische Geschäfte. Wenn ich z.B. aus einem Nicht-EU-Land etwas beziehe, muß ich die Ust./MWSt. dieses Landes bezahlen und kann mir die dann übers Finanzamt später zurückholen, muß aber dafür deutsche MWSt. zahlen. Also z.B. bezahle ich für ein 100,- EUR-Geschäft mit Norwegen 125,- EUR (25% MWSt.), kann mir dann die 25% = 25,- EUR zurückholen, muß jedoch dem deutschen Fiskus 19% = 19,- EUR zahlen. OK? Mach ich nun selbiges Geschäft mit einem EU-Land und habe eine USt.-ID-Nr., so muß ich an den Lieferanten nur 100,- EUR zahlen, die anfallende
deutsche MWSt. führe ich ganz normal mit meiner Umsatzsteuervoranmeldung ans deutsche Finanzamt ab, die Rechnung muß also nur Netto und ohne MWSt./USt. bezahlt werden. Eine große Vereinfachung für innereuropäische Geschäfte, ich hab das auch schon erfahren können, wenn ich z.B. ins EU-Ausland liefere oder als ich z.B. bei HR die Zeilentrafos habe fertigen lassen. Aber das mit der Nummer betrifft nicht Micha, sondern die deutsche Firma, mit der er den Vertrag macht, das ist doch nicht Sache von Micha, was die machen, die müssen ihm so und so MWSt. berechnen.
DIE müssen die Nummer haben, nicht Micha!
Ich hoffe, das war jetzt für "Nichtunternehmer" nicht zu kompliziert.
Wird das Geschäft also über eine korrekt in Deutschland angemeldete deutsche Firma abgewickelt, wird diese Nummer
NIE benötigt, wozu denn auch?
PC-Man schrieb
| Zitat: |
| Der Vertrag wird aber mit einer Firma in Deutschland geschlossen... |
Micha, wenn die diese Nummer haben wollen, hast Du etwas falsch verstanden oder es läuft etwas schief bei der "deutschen" Firma. Ob aus Unkenntnis (das wäre ein Armutszeugnis!) oder mit irgendeiner bösen Absicht, will ich nicht beurteilen.
Steffen