Purzel
Etwas zum Theorie und Praxis aufzubessern und Grundlagenerklärung .
Ausschneiden und aufheben
Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar
nessi
Hallo Jürgen,
da ich mich noch nie intensiv mit Schallplatten beschäftigt habe, fand ich den Beitrag sehr interessant.
Wenn man sieht wie filigran die ganze Geschichte aufgebaut ist kann man sich vorstellen, wie fein eingestellt Plattenspieler sein müssen um die HiFi-Norm zu erfüllen.
Wenn ich da an die Basteleieen mancher Forenmitglieder denke, kann ich mir vorstellen, wie die Plattenspieler dann klingen.
Grüße
Nessi
HCW
Genau betrachtet wird es schwer, mit der Schallplatte ÜBERHAUPT die hifi-Norm zu erfüllen, wenn man die Randbedingungen betrachtet. Insbesondere Schlag und Exzentrizität, aber auch der grundsätzlich vorhandene Klirr sind an sich unter aller Sau. Mir machts trotzdem Spaß, "tuning" kann man aber technisch imho zumeist unter Ulk verbuchen.
Schöner link trotzdem, danke,
Gruß, Christian
kampfruderer
Leute,
auf die Aufnahme kommt es an und nicht auf den Tonträger.
Nicht nur ich höre Klassikaufnahmen wesentlich lieber auf Schallplatten aus den 60er und 70er Jahren.
Klar, dazu braucht es erstmal eine ordentliche Anlage und einen ordentlichen, sauber eingestellten Plattenspieler.
Dann hört man die Qualität der Aufnahme und nicht den Tonträger und möchte manche CD-Aufnahmen einfach nur noch wegwerfen.
Die meisten CDs sind so lieblos aufgenommen, daß Räumlichkeit, Ortung und oft sogar Dynamik einfach total mies und flach sind.
Vergleicht man die mit Eterna oder Supraphon-Aufnahmen, ist das "ein ganz anderer Schnack". Und bei Wiedergabe über hochwertige Kopfhörer (Beyerdynamic DT770) wirds noch offensichtlicher.
Ich betreibe dabei kein Voodoo oder sowas - ich nutze einfach nur eine saubere und bezahlbare, optimal eingestellte Kombination aus z.T sogar recht alten Gerätschaften (BR25 und Tonabnehmer AT12XE z.B.) zur Wiedergabe.
Wer mal in der Hauptstadt ist, kann sich gerne davon überzeugen.
Gruß
ein anderer Christian
PS: Ich bin nicht gegen moderne Technik - meine Lieblings Rockgruppe höre ich auch von CD - aber das muß ja auch eigentlich nur laut sein und schraddeln
HCW
| Zitat: |
| auf die Aufnahme kommt es an und nicht auf den Tonträger. |
Yo, das ist ja unumwunden fakt.
Allerdings kein Problem des Mediums CD an sich. Leider wurde in der Anfangszeit der CD im Studio reichlich übertrieben, um den "kristallsound" richtig hervorzuheben, und heute hat man das Problem, daß bei Veröffentlichung alter Aufnahmen auf CD die alten Bänder meist so schlecht sind, daß digital remastert werden MUSS, was leider selten so richtig gefühlvoll geschieht. Das ist dann die Sternstunde desjenigen, der eine unzerschrundete Originalpressung sein eigen nennt.
Alte Supraphon oder Eternaplatten, aber auch etwa Decca oder die berühmten "Living Stereo" beeinhalten oft sehr einfach gemachte Aufnahmen mit 2 Hauptmikros und wenig oder gar keinen Stützmikros. Soetwas baut natürlich die schönste Bühne und klingt unter Kopfhörer am natürlichsten, auch wenn dabei leise Soloinstrumente fast verschwinden (wie es ja in der Realität auch ist). Das genau wird aber heute mit Multimikrofonaufnahmen anders gemacht, was logischerweise Vor- wie Nachteile hat.
Auf das Geschabe nahe der Auslaufrille kann ich aber insgesamt gerne verzichten. Das ist eine systembedingte Härte am Prinzip LP, da kannst Du noch so viel justieren.
Gruß, Christian, wie gesagt, Schallplattenfreund. Aber auch Realist.
kampfruderer
Wenn man "Geschabe in der Nähe der Auslaufrille" hört, dann stimmt was nicht.
Der physikalisch bedingte Qualitätsverlust beim Abspielen der Rillen darf auf jeden Fall nicht hörbar sein, sonst ist wirklich was faul:
Entweder vor dir hat schonmal jemand die Platte grob vergewaltigt, oder es liegt doch an der Einstellung
besonders des Überhangs, der Höhe des Tonarms (vertikaler Winkel der Nadel!) u.U. im Zusammenspiel mit zu niedriger Auflagekraft / falsch justiertem Antiskating
oder einfach einer abgenutzten Nadel.
Je ausgefeilter die Nadelschliffe sind, umso kritischer ist die Einstellung und umso niedriger die Qualitätsverluste in den Innenrillen. Zu dem Thema gab es einen sehr guten Beitrag mit etlichen Meßreihen in einer rfe von ca. 1985.
Gruß
Christian
auch ein Realist (meten is weten - niederländisch "Messen ist wissen"
HCW
Ach, rechne doch mal die Bahngeschwindigkeit in der Auslaufrille bei der 33er LP und den Spurfehlwinkel gebräuchlicher (kurzer) Tonarme innen selber nach. Da drinnen ist die Phase und die Höhen immer Murks, das ist wirklich ein überlebtes System. Wie gesagt, Spaßfaktor außen vor.
Zur Info: Ich höre im Normalfall von einem Thorens TD320MkII oder III mit Ortofon X5 MC, alternativ gelegentlich SD-200 mit AT95E, beide perfekt justiert, das mache ich seit gut 20 Jahren, und kann sogar gelegentlich mit angemessener Vergrößerung auf meine Nadeln schauen.
In den letzten Jahren stand die DDR-Unterhaltungselektronik wegen der hinausgezögerten CD-Einführung mächtig unter Druck. In dieser Zeit wurde mit teils fragwürdigen Argumenten die LP-Technik schöngeredet. Das hat sich in gusseisernen Hai-Enten-Kreisen bis heute erhalten, ich war selbst solchen Argumenten nicht immer ganz unzugänglich, habe aber inzwischen gelernt, Selbstverarschung weitgehend zu detektieren..:-)
Gruß, Christian
Frankynstone
@HCW
mit welcher Vergrößerung schaust du dir die Nadeln an? Ich hab ja inzwischen gemerkt, dass ich mit einer 16x gerade mal an einem verdächtigen Lichtreflex eine abgenutzte Nadel erkennen kann und das auch nur im direkten Vergleich mit einer neuen.
@alle
Ich habe noch einen interessanten Link gefunden, wo man mal in ein "normales" Abtastsystem hineingucken kann und alles fein erklärt bekommt:
Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar
Nur, wer wirklich kein Englisch kann, sollte sich die
Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar reinziehen.
@kampfruderer
Bei
Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar kannst du deinen Kopfhörer mit anderen vergleichen. Da alle Messungen unter identischen Bedingungen erstellt sind, sind sie vergleichbar. AKG K240 habe ich, die Spitze in den Höhen hört man raus, mein nächster wird ein Koss.
HCW
Ich kann zuhause mit max. 175fach gucken und im Betrieb praktisch mit allem was es so gibt, unters REM möchte ich aber nicht mit dem MC...
Die 125 eines DDR-Rathenow- Schülermikroskops genügen, um Abspiltterungen und Schmutz zu entdecken, gutes Auflicht muss man sich basteln. Den Flankenverschleiß sieht man nur mit >200, vielleicht optimal 1000fach. Aber so alt wird bei mir eigentlich kein System.
Gruß, Christian, der jetzt in Urlaub fährt.
henner2203
Hallo Leutz,
ich habe mir für meinen Granat 227 - 2 eine neue Nadel für das VM 2102 besorgt und bin von der Qualität des Gerätes nun begeistert. Es zischt nicht mehr in den höhen, der Klang ist aufgeräumt und ich bin zufrieden....
Viele Grüße Henning
Frankynstone
Bestätigt meine Meinung, gebrauchte Nadeln unbekannten Alters immer raus. Jetzt kannst du guten Gewissens deine Platten hören, ohne sie zu ruinieren. Viel Vergnügen dabei!
henner2203
Hallo Franky,
das werde ich auf jeden fall machen. Auf 80 - 100 LP´s komme ich schon mit meinem Vater zusammen 150 ca.
Viele GRüße Henning