Munzel
Hallo,
ich habe mich mal wieder über meinen EAK hergemacht. Die Reparaturen am Chassis selber sind unproblematisch, weil man überall gut rankommt und außerdem auch nicht allzuviel drin ist.
Problematischer ist der Spulenrevolver, der hier verbaut wurde. Im Moment ist auf manchen Wellenbereichen kein ordentlicher Abgleich möglich (Trimmer oder Kern auf Endanschlag).
Hat jemand die genauen Daten der Kondensatoren / Trimmer? Der Schaltplan auf der Bodenpappe schweigt sich darüber leider aus.
MfG
Munzel
Wolle2
Hallo Munzel.
Über die Dimensionierung der Bauelemente auf dem Spulenrevolver schweigen sich auch meine Unterlagen aus. Es wird Dir nichts anderes übrig bleiben, als über die Originalbezeichnung der Bauelemente nach Ersatz zu suchen. Die eingesetzten Trimmer können durchaus ihre Kapazität verloren haben. Weinger kritisch sehe ich die Festkondensatoren, aber auch hier sind Ausfälle möglich.
Mit vielen Grüßen.
Wolfgang
Munzel
Hallo Wolfgang,
stimmt, an den Seiten der Trimmer stehen Werte. Daran allein kann es aber nicht liegen. Ich habe auf Langwelle den Kern vom Vorkreis ganz reingedreht, 30pF parallel zum Trimmer -noch kein Maximum. Verändern eigentlich auch die Kernmaterialien ihre Werte?
MfG
Munzel
Wolle2
Hallo Munzel.
Die Kernmaterialien ändern ihre Eigenschaften nur unwesentlich. Kritischer sind die eingesetzten Keramikkondensatoren. Hier habe ich welche gefunden, die auch nach 70 Jahren noch vüllig in Ordnung waren, andere hatten massiven Kapazitätsverlust oder Feinschlüsse. Deshalb ist hier keine pauschale Aussage möglich. Da bleibt nur die Untersuchung und eventuell der Ersatz.
Hast Du den Abgleichplan? Ansonsten eine Mail. damit kann ich Dir helfen.
Mit vielen Grüßen.
Wolfgang
henner2203
Hallo Munzel,
das Gleiche Problem hatte ich bei meinem naumburg. Ich habe es nicht vernünftig abgleichen können und die Skaleneichung war nicht hinzubekommen.
Schuld war ein Parallelkondensator zum Abgleichtrimmer, der gar nicht vorhanden war. Ihn nach SP eigesetzt und schon war ein Abgleich auf allen AM - Bereichen gut möglich.
Ich glaube an Deiner Stelle bleibt nur die Trimmer auslöten und vermessen. Ebenso die Spulen und dann mal die Resonanzfrequenz ausrechnen. Auch kann man dann ja mit gegebener Freqenz und L das entsprechende C ausrechnen. (Nur so als Idee)
Viele GRüße Henning
Munzel
Hallo,
danke erstmal. Mir wird wohl nichts anderes übrigbleiben, als den Spulenrevolver zu zerlegen und die Teile alle zu tauschen.
Dumm ist natürlich, daß je Kreis eine Spule und zwei bzw. drei Kondensatoren da sind. Einen Abgleichplan habe ich, der steht unten auf der Bodenpappe.
Der EAK ist übrigens ein 95%iger Nachbau der Applikationsschaltung zum HFWM- Spulenrevolver SR3.
Bekommt man gute/genaue keramische Kondensatoren eigentlich noch oder sollte man auf die Polystyrolwickelkondensatoren zurückgreifen (die kleinen Dingerchen mit der roten Beschriftung)? Wie sieht es mit dem Temperaturkoeffizienten aus, ist der bis 20MHz noch vernachlässigbar?
Hab die Kiste erstmal beiseitegestellt und mich über ein Ultra-Ferrit hergemacht. Das ist ein wesentlich dankbarerer Reparaturkandidat.
Wer so ein Ding hat, sollte sich mal den AM-Teil genau ansehen. Zumeist schwächelt der, weil die Anodenspannungen der gerade nicht benutzten Empfangsteile komplett abgeschaltet wird und die Röhrenkatoden dann Zwischenschichten bilden.
Ich habe jetzt einen Widerstand 100k/1W zwischen die AM- und FM-Anodenspannung gelegt. So bekommt jeder Empfangsteil etwas Spannung.
MfG
Munzel
Munzel
Das Problem war viel trivialer, als vermutet. Zunächst einmal habe ich mir den Schaltplan genau angesehen, dann den Spulenrevolver und dann die Schaltung des SR3 von HFWM.
Siehe da: im EAK-Schaltplan sieht das ganze einfacher aus als es dann real im Gerät ist. Das zum ersten. Zweitens geht am SR3 der Langwellenbereich bis 410kHz. Wenn man ihn ordentlich abgleicht, tut das auch der im EAK. Offenbar wurde ein nicht zu Skale und Schaltplan passendes Spulensegment verbaut.
So, jetzt noch eine Frage, bei der ich mir unsicher bin: die Rückwand zeichnet eine AZ11 aus, die Bodenpappe eine Selengraetzbrücke und tatsächlich eingebaut ist eine Seleneinwegschaltung. Was würdet ihr einsetzen?
MfG
Munzel
Wolle2
Hallo Munzel.
Ich würde im Interesse eines höheren Fremdspannungsabstandes eine Graetzschaltung einsetzen. Ist die Einweggleichrichtung wirklich noch original oder die Folge einer früheren Reparatur?
Mit vielen Grüßen.
Wolfgang
Munzel
Hallo Wolfgang,
keine Ahnung. Auf jeden Fall war schon jemand dran, und zwar 1961. Die Röhren (außer der EL11) scheinen aber noch Erstbestückung zu sein.
MfG
Munzel
Wolle2
Hallo Munzel.
Ich hatte die falsche Schaltung. Die Variante mit Einweggleichrichtung ist original eingesetzt worden. Ich würde aber dem Zweiweggleichichter den Vorzug geben.
Viele Grüße.
Wolfgang
Munzel
Hallo Wolfgang,
würdest Du mir die Schaltung bitte mailen?
Danke!
MfG
Munzel
Wolle2
Hallo Munzel.
Kein Problem, schick mir bitte eine Mail.
Mit vielen Grüßen.
Wolfgang
Munzel
Zwischenbericht zum Großsuper:
Ich habe die Kiste neu abgleichen wollen, weil die Empfangsleistung weit hinter dem zurückblieb, was man von einem reinen AM-Super erwarten kann.
Das bekommt man vermutlich aber aus einem anderen Grund nicht hin, und zwar geben das Schaltbild und auch die Teileliste einen Dreifachrehko 8-200pF an. Innendrin thront aber ein ganz normal großer Dreifachdrehko, der so um die 3x500pF haben wird (das könnte auch die Teilung der Mittelwelle erklären).
Dann kommt sowas heraus, daß man a) mit den Trimmern am Ende ist, b) die Kerne fesdreht oder sie herausnehmen müßte und c) das Ganze wahnsinnig unempfindlich ist.
Davon abgesehen stimmt der Spulenrevolver auch mit der Zeichnung nicht überein, es werden im Zwischenkreis angezapfte Spulen verwendet. Das zweite Siebglied (500k/25n) für die Regelspannung der Vorstufe ist auch nicht da.
Was ich demnächst (im Moment fehlt mir die Lust dazu, Herstellerfehler auszubügeln) machen werde, ich messe die Kapazität der Drehkopakete und die Variation der HF-Kreise bei mittlerer Einstellung der Kerne/Trimmer. Ich hasse undokumentierte Schaltungsänderungen...
MfG
Munzel
Munzel
Ich nochmal zum EAK: hat jemand Informationen über nicht dokumentierte Änderungen im Gerät? Gerade habe ich den Drehko ausgemessen, der liegt um die 3x 500pF.
Die angegebenen 3x 200pF würden besser passen. Hat jemand von Euch noch so ein Ding (ohne Untersetzungsgetriebe) rumliegen, Plattenschnitt müßte ich noch herausfinden.
MfG
Munzel
Purzel
Hallo Dirk
Wenn Du die Hälfte der Rotorplatten rausbrichst,dann müßtest Du auf die richtigen Werte kommen.
Duck und wech
Gruß jürgen
Munzel
Hallo Jürgen,
das hatte ich mir auch schon überlegt, ich werde mir wohl einen 3x 500pF aus der Bucht fischen und das mal versuchen.
Reihenkondensator geht nicht, weil da der Gleichlauf noch mehr leidet...
Beste Grüße
Munzel
CommanderAdarma
Ich schau mal nach dem Drehko, kann aber etwas dauern, mein Ersatzteillager ist auswärts, und ich weiß noch nicht, wann ich wieder hinkomme.
Gruß
Thomas
Munzel
Danke, das wäre nett.
MfG
Munzel
Purzel
Hallo Dirk
was ist an diesem Super groß?
Frag mal Gerd ,wegen des Drehkos,denn er sammelt doch auch alles von was mit Görler zusammenhängt.
Gruß Purzel