Röhrennetzteil mit FET

Verplant
Moin,

Da ich gerne mit Netzteilschaltungen rumexperimentiere und auch noch ein Simulationsprogramm ausprobiere habe ich mir mal ein kleines Hochspannungsnetzteil für brummempfindliche Vorstufen einfallen lassen.

Die Zielsetzung war nicht, die Spannung auf einen genauen Wert zu stabilisieren, denn das hätte schon bei den Toleranzen der Röhren nicht viel Sinn, sondern eher sie von sämtlichen Wechselspannungsanteilen zu befreien. Des weiteren habe ich noch eine kleine Verzögerung eingebaut, um die Spannung langsam ansteigen zu lassen, wie es auch bei einer Gleichrichterröhre der Fall wäre.

Billig ist sie nebenbei auch noch, zumindest wesentlich preiswerter als eine Drossel.

Nebenbei sollten auch noch aus 300V 250V gemacht werden, damit ein preiswerter Trenntrafo verwendet werden kann.

Hättet ihr noch Verbesserungsvorschläge?
Bisher hatte ich noch nicht allzu viel mit FETs zu tun.

Eine wirkliche Verwendung habe ich übrigends für die Schaltung auch noch nicht, aber das wird noch kommen.

Gruß
Tom
Revoluzzer
Hallo,

wie es ausschaut, erfindest Du das Fahrrad zum 2. Mal! Will sagen, das gibt es schon in den verschiedensten Varianten, und was Du zur Drossel schreibst, ist auch Schnee von gestern. Die wird nämlich gern durch einen Gyrator ersetzt, was ähnlich preiswert und ziemlich effizient ist.
Seit ich mich mit Röhrenschaltungen befasse, sind mir diverse NT-Schaltungen untergekommen, wo aber trotz Deiner negativen Auffassung über den Sinn und Zweck der Stabilisierung, stabilisiert wird. Ich glaube Du rüttelst hier zu Unrecht an den Grundfesten der Spannungsstabilisierung, den Toleranzen gibt es nicht nur bei Röhren, sondern auch bei Transistoren bzw. generell bei den BEs. Das nur mal als Gegenargument zu Deiner Begründung!
Achso, das langsame Ansteigen der Spannung hat dann den besten Effekt, wenn in dieser Zeit die Röhre(n) genügend Heizspannung abbekommen haben und warm sind.

Gruß

Revo

Mal eines von zig Beispielen:
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Scrolle mal runter bis zum NT-Schaltplan!
Noch ein krasses Projekt:
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Und noch eine Seite mit sehr viel Knowhow:
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Verplant
Moin Revoluzzer,

Ich glaube wir reden gerade ein wenig aneinander vorbei...

Dass es ähnliche Schaltungen schon x-male gibt is mir klar, um soetwas komplett zu erfinden, dafür bin ich einfach 50 Jahre zu spät gebohren. Und dass eine Stabilisierung durchaus Sinn haben kann, klar das ist so, war aber halt in meinem Fall einfach nicht das Ziel.

Mir ging es hauptsächlich darum, ob ich noch grundlegende Fehler in der Schaltung habe und es noch wesentliches Verbesserungspotential gibt. So ist z.B. der Vorwiderstand der Z-Dioden momentan auf einen Strom von etwa 10mA augelegt, ich weiss aber noch nicht welche Z-Dioden ich hier habe.

Übrigends ist in der Schltung die Anodenspannung nach etwa einer Minute auf einem nennenswerten Wert über 200V und nach 2 Minuten fast am Endwert - bis dahin sollten die Röhren aufgehaizt sein.

Gruß
Tom
Purzel
Hallo Tom
Das Netzteil hat paar Fehlerschen (zB gehört an den MOS eine 12 V Z und keine 4007).
Keine Strombegrenzung und Keine Reglung ,sondern nur Z-stabilisiert. Der Mos wirkt nicht als Siebglied,da der Elko am Gate gegen Masse fehlt.
Schau mal in der Bude ins Archiv da sind jede Menge davon drin .

@Revo Onkel Huhs Seite ist doch wirklich nicht verlinkenswert ? Oder?
Gruß purzel
Revoluzzer
Zitat:
Original von Verplant
Übrigends ist in der Schltung die Anodenspannung nach etwa einer Minute auf einem nennenswerten Wert über 200V und nach 2 Minuten fast am Endwert - bis dahin sollten die Röhren aufgehaizt sein.


Hallo Tom,
danke für die Nachreichung der Zeitangabe! Jetzt kann ich bestätigen, was Du bereits schriebst: Die Röhren sind zum gen. Zeitpkt. wohltemperiert. smile
Aber sage mal, wie ist den der Zeit/Spannungsverlauf als Kurvenform?

Hole Dir doch gewünschte Verbesserungsvorschläge aus den Links, dazu sind sie doch gelistet. Kann Dir auch u.U. weitere Empfehlungen geben, wie z.B. Jogis Röhrenbude etc.

Gruß
Revo
Verplant
Purzel, reicht dir C2 mit 68uF nicht? Dieses Programm unterscheidet leider nicht zwischen Elkos und Folien-Cs, deswegen das selbe Symbol.

Eine Regelung oder Strombegrenzung war eigendlich auch nicht vorgesehen, da ich die nicht als absolut notwendig angesehen habe, aber vielleicht habe ich mich da auch geirrt.
Eine Strombegrenzung sollte eine Sicherung übernehmen.

Aber trotzdem danke für den Hinweis die Schutzdiode in eine 12V Z-Diode zu ändern, soetwas in der Richtung meinte ich.

Hier nun der Spannungsverlauf:
Purzel
Hallo Tom
Was soll der 68µ bewirken mit 10 KILO in Reihe ???
Die Sicherung kommt dann evtl.,wenn der Mos gestorben ist .
Gruß purzel
Revoluzzer
Zitat:
Original von Purzel
Die Sicherung kommt dann evtl.,wenn der Mos gestorben ist .


Sowas nennt man dann Doppelabsicherung!

@Purzel

> @Revo Onkel Huhs Seite ist doch wirklich nicht verlinkenswert ? Oder?

Auf dessen Webseite steht mehr Interessantes/Wissenswertes als auf Deiner! cool

Hast Du an der Verlinkung auch was auszusetzen, Purzel?
Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar

Gruß
Revo
Verplant
OK sollte ich den 10k einfach ersatzlos streichen?

Ich hätte eigendlich gedacht, dass der bei dem FET keine allzugroßen Auswirkungen haben würde, aber wenn dem so ist, dann fliegt er halt raus. Wie schon geschrieben, meine Erfahrungen mit FETs sind nicht allzu groß, deswegen habe ich hier ja nach Verbesserungen gefragt.

Wie sollte ich am besten eine solche Strombegrenzung machen? Wie in einigen anderen Schaltungen einen Widerling vor den FET? Oder gibt es da andere sinnvolle Varianten?
Revoluzzer
Das Thema Strombegrenzung bei einem FET ist überzogen, achte einfach drauf, dass er über 10A abkann, dann ist der recht unkaputtbar.

Im obigen, letzten Link ist dieser Plan:

Beschreibung siehe ebenda!
Purzel
Nö warum ?
Ich habe mit Hans schon oft geschwatzt und auch mit Sachen von ihm gearbeitet.
Wenn ich mir jedoch mehr Halbwissen aneignen will ,kauf ich mir Hu,s Bücher oder besser Grimms Märchen,jedoch fundiertes Wissen kannst Du aus der Bude Dir einatmen!
Dort gibt es Leute aus der ganzen Welt ,die fundiertes Wissen und Know How, KOSTENLOS zur Verfügung stellen. Ein ganz Fähiger ,ist leider über ein Jahr tod. unglücklich
Die Chinesen wollten sich die Seite komplett runterladen ,daß wurde zum Glück verhindert.
Da brauch Onkel Hu keine Angst haben ,das so etwas passiert großes Grinsen
Gruß Purzel
PS,: Ich will mich nicht mit Dir streiten ,die von Hans verlinkte Schaltung hat auch keine Reglung in dem Sinne . Was willst du auf den 10A rumreiten ? Der Ladeelko setzt für paar Nanosekunden mindestens 100A frei im Kurzschlußfall und schießt Deinen Mos in den Himmel !!!
Verplant
Vielen Dank Revo,

Was du aber zur Strombegrenzung geschrieben hast stimmt eigendlich mit meinem unrsprünglichen Gedanken überein. Da es kein Experimentiernetzteil ist und der FET eh mehrere A abkann dürfte er das auslösen einer sagen wir mal 50mA Sicherung überleben, denn mehr braucht eine normale Vorstufe in der Regel eh nicht.

Nun nocheinmal zum 10K Widerling, hat der wirklich so negative Auswirkungen und sollte gestrichen werden?

Edit:

Nachdem Purzel nun seinen Beitrag editiert hat nun Folgende Idee:

Ein einfacher 100Ohm WIderling vor dem Transistor dürfte doch in dem Fall als Strombegrenzung ausreichen, ohne die Schaltung nennenswert zu beeinflussen, denn es müssen ja eh 50V vernichtet werden. Oder sehe ich das da Falsch?
Revoluzzer
Zitat:
Original von Purzel
Nö warum ?
Ich habe mit Hans schon oft geschwatzt und auch mit Sachen von ihm gearbeitet.

Schön für Dich, bloss wenn interessiert´s?
Zitat:
Wenn ich mir jedoch mehr Halbwissen aneignen will ,kauf ich mir Hu,s Bücher oder besser Grimms Märchen,jedoch fundiertes Wissen kannst Du aus der Bude Dir einatmen!
Dort gibt es Leute aus der ganzen Welt ,die fundiertes Wissen und Know How, KOSTENLOS zur Verfügung stellen.

Habe ich da irgendwas überlesen, wo von Kostenpflicht die Rede war?
Zitat:
Ein ganz Fähiger ,ist leider über ein Jahr tod. unglücklich

Da siehst Du es mal wieder: Nur die Besten sterben jung, und wir Doofen werden steinalt!
Zitat:
Die Chinesen wollten sich die Seite komplett runterladen ,daß wurde zum Glück verhindert.
Da brauch Onkel Hu keine Angst haben ,das so etwas passiert großes Grinsen

Marginale, unbewiesene Aussagen, Purzel, komm´ mal auf des Pudels Kern und rede Tachiles!
Zitat:
PS,: Ich will mich nicht mit Dir streiten ,die von Hans verlinkte Schaltung hat auch keine Reglung in dem Sinne .

Wenn Du streitest, ist es egal mit wem! In dem Falle aber eher mit Herrn Bongräber!
Zitat:
Was willst du auf den 10A rumreiten ? Der Ladeelko setzt für paar Nanosekunden mindestens 100A frei im Kurzschlußfall und schießt Deinen Mos in den Himmel !!!

Hmm, passiert jede Minute irgendwo auf der weiten Welt! Und Schlimmeres!

P.S. Ich will auch nicht streiten, wird aber oftmals so ausgelegt...

Gruß
Revo
Purzel
Hallo Tom
68µ ist zu groß ,22 reicht .10k weglassen . Eine Schmelzsicherung hat einen sehr höhen Auslösestrom .Steffen hat bestimmt Tabellen für verschiedene Charakteristiken. Da werdet Ihr staunen ,wie hoch der Strom ,bei einer noch so kleinen Fuse ist. Nicht umsonst baut man sog.Sicherrungswiderstände mit ca.4,7Ohm in electronic ein ,damit sie diesen Strom auffangen vor dem Abbrennen.
Ich hatte früher 6,3 A in den Stromschienen meiner PA Endstufen . 2x KD503 parallel= 40 A IC !!!! pro Zweig.
Nach Reparatur mit 2x160mA Sicherungen Probelauf . Patsch!! Sicherungen geplatzt ,unten und oben jeweils ein KD503 wieder Schluß unglücklich
100Mark Oscht zur Sau !!!
Soviel zum Thema SCHMELZSICHERUNG in Electronic mit Halbleitern.
Gruß Purzel
Verplant
Purzel, du hast es gerade grandios geschafft am Thema vorbeizureden.

Der 68u ist hauptsächlich so groß, um den Haupteffekt der Schaltung, nämlich die Zeitverzögerung zu bewirken und die wäre mit 22u zu klein.

Wieder zum Thema: Was bewirkt der 10K vor dem Gate und reicht ein 100Ohm Vor dem Transistor zur kurzzeitigen Begrenzung, damit der Transostor das auslösen der Sicherung überlebt? Kurzzeitige überströme dürfte er ja verkraften, da wäre nur die Frage in welcher höhe.
Purzel
Was soll die Zeitverzögerung bewirken ?
Der 10k verhindert die Siebfunktion des Fets. Du kannst auch 1 Kilo vor den Fet hängen,wenn Du alles schön hochohmig kriegen willst.
Was soll die Diskussion um einen 5 Pfengtransi mehr zur Strombegrenzung ?
Revoluzzer
Hallo Tom,

ich gebe Dir mal wieder einen Link, wo der minimale, Purzel schrieb von 5 Cent, Strombegrenzungsteil enthalten ist. Setze das so um und Du hast Ruhe auf breitester Front! Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar

Übrigens, die Spannungs-Zeit-Funktion ist abhängig von einer aus R und C gebildeten Zeitkonstanten. Allerdings ist der 68µ-Elko aber im Zusammenhang mit dem Stromverstärkungsfaktor des FET auch für die Glättung verantwortlich. Daher resultiert vermutlich Purzels Aussage, der wäre überdimensioniert. Immerhin ist ja das Produkt von C und Stromverstärkung anzuziehen, z.B. 22µ x 100=2200µF, was ausreichend ist.

Eine Überlegung noch, es ist eigentlich völlig ausreichend, wenn eine Röhrenschaltung nach Ablauf einer gewissen Röhrenaufheizzeit, die volle Spannung zugeschalten bekommt, d.h. ein Zeitglied kann durchaus per Relais, die gleiche Funktion übernehmen.

Gruß Revo
ingodergute
Zitat:
Original von Purzel
Der 10k verhindert die Siebfunktion des Fets. Du kannst auch 1 Kilo vor den Fet hängen,wenn Du alles schön hochohmig kriegen willst.


Was ist'n das für' Blödsinn?

Der 68µF siebt in Verbindung mit dem 470k jeden 100Hz Rest weg. Da kein Gatestrom fließt, fällt am 10k Widerstand keine Spannung ab. Die Spannung am Sourcepin folgt der am Gate, die wegen des Tiefpasses 470k 68µ völlig ruhig ist. Also siebt die Schaltung sogar hervorragend, solange die Spannung an den Z-Dioden geringer ist als die tiefste Spannung am Drain (besser als jede Drossel).
Vom 68µ Elko sollte aber eine Diode zum Drain (Anode an 68µ, Katode am Drain), da beim Abschalten die Spannung am Drain wegen des fließenden Stromes viel schneller sinkt als am 68µ, so dass die Souce-Spannung dem Gate nicht mehr folgen kann und das Gate damit eine unzulässig hohe Spannung gegenüber dem Sourepin hätte.

Als Spannungsbegrenzung kann vor das Drain ein Widerstand aber dann muss eine leistungsfähige Z-Diode zwischen Gate und Source, die den eben beschriebenen Effekt verhindert. Die eben zuvor beschriebene Diode vom 68µ muss dann auf jeden Fall mit ihrer Katode an das drainseitige Ende des Schutzwiderstandes. Der Schutzwiderstand macht das Netzteil nicht lastabhängiger, wenn er so dimensioniert ist, dass bei Nennstrom der minimale Wert der Spannung am Drain größer ist als die Z-Spannung der Z-Dioden.

Der ganze Text bezieht sich auf die erste Schaltung von Verplant.

Ingo.
Verplant
Moin,

Ich melde mich mal wieder.

zu Purzel: Es gibt einen einzigen logischen Grund weswegen ich eine Diskusion um die Schutzschaltung anfangen will, nämlich: Ich will es lernen.

Schaltungen von anderen kritiklos übernehmen kann jeder, das ist hier aber nicht Ziel der Übung.

Zu Revo:

Du beschreibst am Anfang eine Gyratorschaltung mit bipolaren Transistoren, da gilt es, aber ein FET hat eine um dimensionen höhere Stromverstärkung, um nicht zu sagen eine näherungsweise unendliche, weswegen es dorft eigendlich auch ein 1u z.B. tun würde, aber halt dann ohne die Verzögerung. Diese könnte man natürlich auch mit einem Relais machen, dieses müsste aber auch wieder angeschafft werden und stellt eine zusätzliche Fehlerquelle dar, also warum nicht Teile nutzen, die eh schon da sind?

nun zu Ingo:

Deine Erklärungen werde ich heute mal in Ruhe durchgehen und in den Schaltplan einfügen.
Auf den ersten blick klingen sie recht logisch, aber ich werde ersteinmal ins Bett gehen.

Vielen Dank trotzdem an alle 3, da ihr mir einiges zum Nachdenken gegeben habt.

Tom
Revoluzzer
Moin, moin,

Zitat:
Original von Verplant
Schaltungen von anderen kritiklos übernehmen kann jeder, das ist hier aber nicht Ziel der Übung.


Wenn Du damit meine Links meinst, hast Du u.G. was falsch verstanden!
Das war 100%ig nicht meine Absicht. smile

Ich würde mich freuen, wenn Du Deine experimentelle Schaltung demnächst als absolut praxistauglich und damit voll funktionsfähig hier inkl. PCB vorstellen kannst!

Viel Spass+Erfolg!

Revo