thommi
Hallo an alle Knobler,
Mein Küchenradio Weimar 5140A flüstert nur noch nach ausschalten und wieder an nach 5 min. Lautstärke über TA Eingang ist normal laut. Der Fehler tritt bei allen Wellenbereichen auf, es klingt als würde irgendwo die Signalmasse fehlen, so fiepsig und man muß die LS voll aufdrehen.
Teer und Papierkondis sind raus, was zwar die Empfangseigenschaften enorm verbessert hat aber dn Fehler nicht behob.
Wer hat Ideen?
gruß
thommi
Wolle2
Hallo Thommi.
Deine Fehlerbeschreibung sieht nach einer Unterbrechung der NF- Zuführung aus. Schau Dir bitte den NF- Weg über die Tasten Mittel und Langwelle an. Beide Tasten gemeinsam gedrückt schalten TA ein, ansonsten wird hier die NF zur EABC80 geleitet. Die Umschaltung der Demodulatoren AM und FM erfolgt über die Taste UKW. Ich hoffe, daß Du eine Schaltung hast.
Mit vielen Grüßen.
Wolfgang
moritz
Hallo Thommi!
Ich will meinem Vorredner beipflichten, mach mal die kontakte vom Wellenschalter sauber...
Meines Erachtens bringt das manchmal Wunder...
LG. MO
henner2203
Hallo Thommi,
so sieht es aus.
Miss trotzdem mal die Anodenspannungan an der El 84 und E(AB)C 80.
Gruss henning
Verplant
Moin,
Die im Schaltplan angegebenen Spannungen hat er schon durchgemessen, als wir per IRC versucht haben das zu beheben und die stimmen ziemlich genau.
Deweiteren funktioniert der NF Teil einzeln gut.
DAC324
| Zitat: |
Original von thommi
Mein Küchenradio Weimar 5140A flüstert nur noch nach ausschalten und wieder an nach 5 min. Lautstärke über TA Eingang ist normal laut. Der Fehler tritt bei allen Wellenbereichen auf, es klingt als würde irgendwo die Signalmasse fehlen, so fiepsig und man muß die LS voll aufdrehen. |
Ich glaube, Du denkst schon in die richtige Richtung. Problematisch sind bei Geräten dieser Bauart die Verbindungen zum Wellenschalter und auch der Wellenschalter selbst.
Wenn ich mich recht entsinne, geht vom Wellenschalter ein abgeschirmtes Kabel als NF-Zuführung auf die Hauptplatine.
An dieser Stelle nach Kurzschlüssen oder abgerissenen Verbindungen schauen.
Außerdem die Hauptplatine großzügig nachlöten und dabei insbesondere die Lötaugen der Röhrenfassungen und der Lötösen beachten.
Falls zum Anschluss der Kabel an die Hauptplatine Lötösen verwendet wurden, empfehle ich, diese generell auszulöten, zu reinigen, neu zu verzinnen und wieder frisch einzulöten.
Sollten die Lötösen jedoch auch nach Reinigung nicht gleichmäßig Zinn annehmen, wäre der Ersatz durch neue Lötösen ratsam.
Das sind zumindest meine Erfahrungen: In den Baureihen "Weimar", "Halle" und auch "Varna" und "Jalta" wurden teilweise Lötösen verbaut, die im Laufe der Zeit so stark oxydieren, dass der Austausch gegen neue Lötösen ratsam erscheint.
Lötösen sind bei den üblichen Verdächtigen auch heute noch käuflich zu erwerben.
Viel Erfolg,
DAC324
henner2203
Hallo,
wie steht es denn mit dem Ratioelko?
Gruss Henning
DAC324
| Zitat: |
Original von henner2203
wie steht es denn mit dem Ratioelko?
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Hallo Henning,
auch wenn es natürlich nicht schaden kann, nach dem Ratioelko zu schauen (trocknet auch gerne mal aus), glaube ich nicht, dass er das Problem alleine verursacht.
Immerhin hat das Gerät auf allen Wellenbereichen (also auch LW, MW, KW) zu leisen Empfang.
Beste Grüße
DAC324
thommi
Wolle2 bekommt die 150 Punkte!
Wie er schrieb, werden die Modulatoren an der Taste UKW umgeschaltet, der Kontakt schaltet aber überhaupt nichts deswegen tritt der Fehler bei allen Wellen auf - es wird ja gar nix auf NF geschaltet oder vielmehr alles ein bisschen - Volkseigentum eben.
Wenn ich direkt vebinde mit Krokokäbelchen dann ist alles wie früher nur das es durch den Konditausch um Längen besser klingt als ich es je davon gehört hab.
vielen vielen Dank!
ABER: Es warten noch weitere Geräte *droh*
euer knuffliger
thommi
Wolle2
Hallo Thommi.
Erst einmal Glückwunsch zur Auffindung der Ursache Deines Problems. Ich vermute, daß sich beim Schieber der UKW- Taste oben die Verpressung der beiden Kunststoffteile gelöst hat. In diesem Fall rutscht der Kontakt unter die Blattfeder und drückt nicht mehr gegen die Kontakte des Tastensatzes. Abhilfe bringt der Ausbau des Schiebers und die Wiederherstellung der Verpressung. Ich hatte dieses Problem bei einem Saalburg. Den Zusammenhalt der beiden Kunststoffteile habe ich mit zwei Schrauben (M1,4) realisiert. (Sch "ö" ne Arbeit). Mal schauen, was Du noch an reparaturbedürftigen Geräten bietest.
Mit vielen Grüßen.
Wolfgang
DAC324
Hallo Wolle2,
wenn ich mich nicht täusche, haben "Weimar", "Halle", "Jena" und wie sie alle heißen, den gleichen Wellenschalter wie z.B. "Varna", "Jalta" oder auch "Intimo".
Bei dieser Konstruktion gibt es einen beweglichen Schieber aus Pertinax, in den Kontaktfedern eingepreßt sind, die die Kontaktzungen auf dem feststehenden Teil (wo die Spulen drauf sind) normalerweise von beiden Seiten umschließen.
Im schlimmsten Fall fehlt die entsprechende Kontaktfeder. Diese Möglichkeit besteht, weil die Kontaktfedern die feststehenden Kontakte von unten her umfassen und unter Umständen aus dem Kontaktschieber herausfallen können.
Da ich annehme, dass das Gerät auch schon mal eine Zeit lang ordentlich gespielt hat, sollte sich die Kontaktfeder in diesem Fall noch im Gerät befinden.
Weitaus häufiger sind diese Kontaktfedern aber verbogen und berühren daher die feststehenden Kontakte nicht mehr.
Man kann die Kontaktschieber aber relativ einfach ausbauen. Dazu die entsprechende Taste bis zum Anschlag durchdrücken und am Anschlag festhalten. Jede Taste arbeitet auf einen Dorn, der dann wiederum den Kontaktschieber betätigt.
Man kann jetzt den Kontaktschieber ein Stück nach oben drücken und nach hinten über den Metalldorn schieben.
Wenn der Schieber ausgehängt ist, kann man ihn nach hinten vorsichtig herausziehen (Achtung: nicht verkanten) und die Kontaktfedern reinigen und nachjustieren.
Der Zusammenbau des Schalters geschieht dann in umgekehrter Reihenfolge. Man braucht dafür eine ruhige Hand, damit die Kontaktzungen nicht gleich wieder verbogen werden und auch richtig über die feststehenden Kontakte laufen.
Viel Erfolg,
DAC324
Wolle2
Hallo DAC324.
Als Anlage ist das Bild eines Kontaktschiebers aus der Baureihe Saalburg zu sehen. Man erkennt auch das Problem, wenn die Verpressung aufgeht.
Mit vielen Grüßen.
Wolfgang
DAC324
Hallo,
danke für die Information... ich war mir wirklich sicher, dass da der gleiche Wellenschalter wie im Varna verbaut ist (erweitert um eine Aus-Taste). Auf jeden Fall bekommt man aber die von Dir gezeigten Kontaktschieber auf die gleiche Weise aus dem Schalter wie beim Varna.
Beste Grüße
DAC324
thommi
Heu meine Lieben,
Soo das war ne Arbeit ich zog es dann doch vor, den Schieber nach vorne rauszuziehen - denn hinten ist die Fassung von ECH81 die Taste muß erst von der Feder befreit und dann ausgehakt werden sonst läßt sich der Dorn aus dem Schieber nicht entfernen.
Offentsichtlich war schonmal versucht worden die Pressung wieder herzustellen, dafür spricht der Lötzinn vorne in 2 Presslöchern.
Nachdem ich das alles hingefummelt habe das die Zünglein rein und rausgehen und gegen die Blattfedern drücken, die Verpressung in der Mitte mittels Lötkolben wieder hergstellt, vorne mit Klebeband umwickelt und in die beiden kleinen Verpressungslöcher am Schieber ende die Enden einer Tackerklammer /__/ ein geschmolzen und umgeknickt - diesen blöden Schieber kriegt keiner mehr auf!
und nun steht er wieder in der Küche und spielt wie zuvor!
Happy end!
moritz
Hallo Thommi!
Glückwunsch zum Erfolg!
Meist sind es kleine Dinge die einen stundenlang suchen lassen!
Habe an meinem Rossini auch schon einige Zeit nach Knisterquellen gesucht und es war nur ein Widerstand.....
Grüsse aus Weimar!