Digitalisieren von Vinyl

Lutz
Zitat:
10% hören Radio mit Handy- Tendenz steigend! Gute Nacht Hifi -Kultur.


Das ist wieder mal so ein neuzeitliches Problem der Jugend, da wird in den Tonstudios mit sündenteurem Equipment am letzten Quentchen Sound gefeilt damit dann die Radiosender den Titel totkomprimieren und auf der anderen Seite die Jugend sich das letztendlich mit Bitraten um die 128 als mp3 reindröhnt. Viele hören ja leider die Unterschiede schon gar nicht mehr.

Ich hör mir meine Platten am liebsten im original über gute Kopfhörer an, wenn ich mal Zeit hab Augenzwinkern

Nochmal zum Thema digitalisieren:
Am einfachsten ist so ein USB-Spezi wie das hier: Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar
Sebastian
Zitat:
da wird in den Tonstudios mit sündenteurem Equipment am letzten Quentchen Sound gefeilt...

Oh ja, die Ju-chend.... schlimm schlimm.

Wie viel Mühe sich die Leute in den Tonstudios teilweise geben, durfte beim RFT-Treffen bei Borna gehört werden, als ich eine schlecht abgemixte (mitlerweile entsorgte) Michael-Jackson-CD auf den ME 100 demonstriert hab. Bei den BR50 klang noch alles heile...
Letztes Erlebnis zum Thema "letztes Quäntchen" war letzte Woche. Ich hab mir die aktuelle von David Guetta gekauft und ich glaub das ist der erste Tonträger, den ich nicht mit neutralem Bassregler hören mochte. Auf 10 Uhr-Stellung war es ok, allerdings zischten dann immernoch die S-Laute in den Stimmen. Gut, bei 9 Euro Einstandspreis vertretbar.

Wobei ich mich gefragt habe, ob es eventuell auch an meinem V200 liegt, was ich da gehört habe. Werde es mal direkt am Player und am PC hören.

Gruß,
Sebastian

P.S.: Was erst bei Klassik-Aufnahmen für Zeugs unterwegs ist...naaaaaja.
Purzel
Hallo Sebastian
Die meisten heutigen Consumerabmischungen sind ganz schlimm.
Bei Schlagern und Volksmusik ist alles Perfekt. großes Grinsen

Kelly Clarkson mit "My Life Would Suck Without You"
ist im Refrain NICHT anhörbar.
Völlig übersteuert abgemischt böse
Man denkt schon bei kleinen Lautstärken mit einem A211 und einem Sternchenlautsprecher zu hören.
Das Audio-Tester 2.1Programm hat einen Dynamikumfang von 10dB ermittelt. unglücklich

Das Schlimme ist,je besser die Abhöre wird ,desto mehr kommt der Müll zum Tragen,wie Du bei BR50 / ME100 herausgehört hast.
Der V200 trägt auch noch zur Schönfärberei bei .

Qualität ist heutzutage ein Fremdwort geworden.

Gruß Jürgen
dermaddin
Zitat:
Original von sterabe
Zwecks überspielen auf CD nutze ich wenn ,den überhaupt einen CD !!!recorder .
An dem ich meinen Plattenspieler anschliesse und dann wird die Musik 1:1 überspielt.
Und die dann entstandene CD hört sich dann an, wie die Orginal Schallplatte.


Nabbend,

und die Aufnahme poltert und rumpelt genauso wie die Schallplatte. Wenn du nicht grad einen SL1210 o.ä. Kaliber als Player nimmst (auch ein SP3001 rumpelt) hast du enorme Störfrequenzen im Infraschallbereich, die deine Endstufe und TT belasten.

Ich würde immer die (subtile) Nachbearbeitung im Rechner bevorzugen.
Ein möglichst steiler EQ, der Frequenzen unterhalb von 30 HZ abschneidet. Man hört keinen Unterschied und schont trotzdem seine Lautsprecher.

Grobe Knackser schneide ich mit Steinberg Wavelab händisch weg. Ansonsten wird nicht viel dran herumgedoktort. Eine manuelle Nachbearbeitung kostet eine Menge Zeit und Mühe, der Aufwand lohnt sich aber.
Von USB-Plastik-Drehern aus dem Baumarkt rate ich aber dringendst ab.

@Lutz
Auch ich habe damals mit einer EWS64XL angefangen. Das Teil war sauteuer. Später dann auch eine DMX 6fire. Diese hat sogar einen eingebauten Phono-Entzerrer und Chinch Anschlüsse + opt./koaxiale digitale Ein- und Ausgänge. Leider fehlen mir dabei 64bit-Treiber. traurig

@Jürgen
Bei Schlagern und Volksmusik ist keineswegs alles perfekt.
Perfekt sind Mischungen bei dem "Premium-Schlager-Stars" wie Helene Fischer, Flippers, Andrea Berg oder Randfichten. Die haben ihre Recording-Leute, viele davon schon in den 70ern und 80ern erfolgreich. Die besitzen auch die gute Technik und das Knowhow.

Das größere Problem sehe ich eher darin, dass heutzutage jeder Amateur denkt, er könne professionell Musik machen. Recording-Software billig aus dem Netz gezogen, Mikrofon von Thomann, dazu eine Casio-Tischhupe und ab gehts. Schau dir mal die ganzen Schlagersendungen an, was glaubst du, wieviele genau SO Musik produzieren. Und so lustlos es zusammengehackt wurde...so klingt es auch. Aber wie gesagt, ich spreche hier nicht von den Superstars der Branche. Eher die zweite und dritte Riege. Und glaub mir, ich kenne die ganze Branche zwangsläufig.

Dies lässt sich nicht nur auf die Volksmusik- und Schlagerecke anwenden. Auch die ganzen Popstars und DSDS-Shows haben übles angerichtet...

Das ist dann schon das nächste Thema (OT)
..ich muss an meinen Blutdruck denken...

Gruß Maddin
thommi
Moin,

@maddin: also da sind so Sachen, die ich seltsam finde in deinem Fred.
Wenn die Platte so poltert und rumpelt, passiert das ja immer. Und scheinbar kann das nicht so schlimm sein, denn sonst müßte man diesen Hochpass ja auch bei normaler Schallplattenwiedergabe einrichten.

Der Sterabe hat mit seinem Dreher es ja recht gut, weil er hintereinander weg aufzeichnen kann, sofern er die Titelprogrammierung nutzt.

Ich bevorzuge die Bearbeitung vor dem Rechner, was aber daran liegt, dass ich viele 50er und 60er Jahre Aufnahmen habe, die man einfach etwas EQ mäßig verbiegen muß, damit sie sich ohne den Nimbus der Platte noch anhören.

Die Liberty Single von Cher Come To Your Window / There is Something In The Air ist ein gutes Beispiel dafür.

Ansonsten wird zur Not etwas drecraggelt usw. mit Steinberg clean

thommi
janosch
Zitat:
Original von thommi
@maddin: also da sind so Sachen, die ich seltsam finde in deinem Fred.
Wenn die Platte so poltert und rumpelt, passiert das ja immer. Und scheinbar kann das nicht so schlimm sein, denn sonst müßte man diesen Hochpass ja auch bei normaler Schallplattenwiedergabe einrichten.

Hallo thommi,

auch wenn ich nicht maddin bin, will ich da mal in die Verteidigung gehen. Nicht umsonst haben viele alte Verstärker "Rumpelfilter" eingebaut, die genau das bewerkstelligen, was Martin vorschlägt.

Gerade kleine Verstärker mit geringer Ausgangsleistung – darunter fallen so ziemlich alle RFT-HiFi-Verstärker – sowie Lautsprecher(chassis) mit geringer Hubfähigkeit (wie z.B. die BR25- und BR50-Chassis) danken ein solches Filter sehr. Ich würde die untere Grenzfrequenz sogar noch höher als 30 Hz ansetzen, etwa um 50 Hz und mit hoher Steilheit, wie maddin schon vorschlug.

Gruß Jan
Purzel
Hallo Jan
50Hz sind unrealistisch und schluckt zu viel Tiefbass.
Ich habe noch zu Ostzeiten einen mit 30Hz und 24dB/Okt.mit 2xTL071CP gebaut,das funktionierte perfekt.
Gruß Jürgen
janosch
Hallo Jürgen,

klar, das kommt ja immer auch auf die Lautsprecher an, die man einsetzen will. Ich habe mir TMLs mit (jeweils zwei) 13cm Tieftönern gebaut. Beim Abspielen mancher alten Schallplatten wünschte ich mir doch sehr ein hoch angesetztes Rumpelfilter. Man kann den LS ihre Schwerstarbeit wahrlich ansehen, da sie wegen ihrer dicken Gummisicken relativ größe Hübe vollbringen können.

Bei größeren Lautsprechern (und stromfähigen Verstärkern) kann die Grenzfrequenz selbstredend auch niedriger sein. Tiefer als 30Hz würde ich aber auf keinen Fall gehen, das hört man eh nicht. Und ist sowieso nur für Orgelmusik in Originallautstärke relevant. Da geht man dann aber besser in ein Konzert, z.B. in eure schöne Frauenkirche. fröhlich

Gruß Jan