PA 1203 läuft zu schnell

der_tommy
Hallo Steffen,

ich weis das der Gummi sich chemisch verändert, der Weichmacher verflüchtigt sich. Das kenne ich von alten Autos und Motorrädern. Dort wird mit Spüli oder Silikon alter Gummi oftmals wieder reanimiert. Aus diesem Grund fragte ich.
ABER: Erst einmal muss das originale TESLA-System den Geist aufgeben, dann packe ich die 25-er aus.

Viele Grüße

der tommy.

EDIT: Nochmal zum Entzerrer. Ich kann also einfach eine 200-er Platine umbauen und dann in den 1203 implantieren, ja?
Steffen
Hallo Thommy,

SD200 und PA sind die identischen Platinen, nur anders bestückt, geänderte Steckverbinder.

Steffen
der_tommy
Zitat:
Original von Steffen
Hallo Thommy,

SD200 und PA sind die identischen Platinen, nur anders bestückt, geänderte Steckverbinder.

Steffen


Hallo Steffen,

aber umgebaut im PA1203 nutzbar???

Gruß

der tommy.
Steffen
Hallo Thomas,

wie ich bereits schrieb: identische Platine! Der SD hat Kontaktstifte bzw. Lötösen, der PA diese Lyra-Kontaktfedern für das Leiterband. Sonst gleich! Bin jetzt nicht sicher, ob die Stummschaltung etwas geändert wurde, aber beachte bitte die Uhrzeit, ich seh jetzt nicht im Plan nach Augenzwinkern

Steffen
Athotis
Guten Abend liebes Forum - ich hoffe es ist OK wenn ich eine alte Diskussion wieder aufmache - aber die Überschrift passt..

Ich habe hier ein Problemkind - ein total kaputten HK-PA 1203

Ein Problem konnte ich schon lösen - der Tonarm wollte sich nur in eine Richtung bewegen - eine Diode war böse.. VD4350 die hat einfach in beide Richtungen gesperrt..

Nun ein weiteres Problem - wie in der Überschrift des Threads steht, dreht sich der Plattenteller viel zu schnell...

Die Hallsensoren scheinen zu arbeiten - Pro Umdrehung sehe ich 10 Impulse auf Messmunkt 6 und 7 der DA 202-Leiterplatte...

Im Prinzip scheint alles richtig zu arbeiten - nur eben viel zu schnell... Die Potis 24 und 25 scheinen zu arbeiten - sie ändern brav von einem Ende zum anderen Ende die Geschwindigkeit

Der Teller dreht sich übrigens genau doppelt so schnell (kompletter Motor einfach in einem funktionierenden Plattenspieler)

Hat jemand denn noch eine Idee für einen guten Verdächtigen ?

Viele Grüße aus Berlin
Jens
Steffen
Hallo Jens,

lt. Deiner Beschreibung scheint die Ansteuerung etc. der Hallsensoren OK zu sein. Hast Du die stab. Betriebsspannung von 13,5 V gemessen? Steht diese?
Ansonsten den OPV B081 mit Peripherie und vor allem R3023 untersuchen.
Aber zuerst immer die 13,5 V prüfen!

Steffen
Athotis
Widerstand ist zwecklos !!! Sagen die Borg :-) Wenn man aber ein Kondensator ist, sollte man unendlich viel davon haben - jedenfalls aus Sicht von Gleichstrom....

C3023 war es - er hat neben seiner Kapazität von 2,2µF auch einen Widerstand von 1Mohm... tja auch ein MKT-Poliesterkondensator kann mal kaputt gehen...

Die Geschwindigkeit passt jetzt :-)

Weil die bisherigen Fehler zu langweilig waren, gab es noch einen kaputten SC236 als VT1810 auf der Entzerrleiterplatte...

Aber noch waren das nicht alle Fehler... ich werde mich jetzt mal um den Tonarm kümmern - beim Versand hat er sich frei bewegen dürfen unglücklich

Viele Grüße aus Berlin
Jens

PS: Danke Steffen... die 13.5 Volt hatte ich auch sofort neu eingestellt..
Goofi
Zitat:
Original von Athotis
beim Versand hat er sich frei bewegen dürfen unglücklich


Katastrophal. Hättest halt den offenbar ahnungslosen Versender auf die unumgängliche Transportsicherung hinweisen müssen. Zunge raus

Ich bin dazu übergegangen, den Buchtverkäufern an Hand von Beispielen und Fotos (was ist Umverpackung?) genau zu erläutern, wie sie empfindliche Ware zu versenden haben. Zwar komme ich mir damit vor wie im Kindergarten, aber nach einigen teuren Schrottpaketen fahre ich damit besser.

VG René
Athotis
Guten Abend liebes Forum - nun geht es weiter mit meinem Bastelobjekt - der Tonarm sitzt wieder so wie er soll - ein neuer SC236 als VT4100 auf der Hauptsteuerplatine tut auch wieder seinen Dienst - ohne diesen geht der Dreher sofort aus wenn man ihn mit mit der 33 starten will..

So gut so schön.. ach ja ich habe das Gerät als Bastelgerät gekauft - ich will mal sehen wie weit ich komme smile auch mit Hilfe dieses Forums.. nun zu meiner hoffentlich letzten Frage:

Ein Fehler hat er noch: manchmal lässt er sich nicht einschalten - das Relais hält nicht wenn man den Einschalter wieder loslässt...
Wenn der Tonarm allerdings nicht am Anfang steht fährt er diesen immer zurück und schaltet dann aus...
Das Problem ist lokalisiert aber ich bin zu dumm zu verstehen woher es kommt...
VT4030 sollte dem Relais ein Minuspol geben - so weit so gut - das macht er aber nur wenn er über seine Basis richtig angesteuert wird..
Diese Arbeit übernehmen je ein NAND-Gatter aus VI4050 und VI4010 - wenn der Plattenspieler brav ist, haben Pin 11,12 und 13 vom 3erGatter nen High und logischerweise die 10 als Ausgang ein Low beim 2er Gatter hat Pin 5 ein High, Pin 6 ein Low und Ausgang Pin 4 ein High

Laut Schaltung sind die beiden Gatter je einmal miteinander verbunden - der Ausgang 10 ist mit Eingang Pin 6 verbunden und der Ausgang Pin 4 mit dem Eingang Pin 13

Wenn der 1203 aber spinnt sind genau die verbunden Ein-Ausgänge invertiert - an sich ja logisch - ich sehe aber nicht, wie es dazu kommt.....

ich mal das mal als Tabelle
IC4050 IC4010
10 LHLH 4 HLHL
11 H 5 H
12 H 6 LHLH
13 HLHL

Wenn ich mit dem Oszi Pin 5 vom 2er Gatter berühre schaltet das Relais und alles ist schön - das macht Sinn.

Wie aber wird planmäßig die Anfangsbitstellung definiert ?

Ich hoffe man kann meinen Gedankengängen folgen...

Viele Grüße aus Berlin

Jens
Steffen
Hallo Jens,

wechsel (prüfen/messen bringt selten etwas) mal die Dioden um das Gatter herum, speziell VD4130, falls das SAY20B sind und setz dafür normale SAY20 oder besser SY360 ein.
Wenn Du fleißig sein willst, wirf diese "Unterbrecherdioden" alle raus und ersetz sie gegen SY360 oder 1N4148 oder vglb. Eine oder mehrere machen zeitweise Unterbrechung, weil sie innen vergammelt sind, das findest Du nie heraus. Die werden zeitweise hochohmig, durch das Berühren mit Meßgerät gibst Du mal kurz einen Spannungsteiler drüber und es kommt zum Stromfluß, der das Flip-Flop wieder zurechtkippt.

Steffen
Athotis
Hallo Steffen - Treffer ! Danke Dir! Eine Diode (VD413) war es - die Diagnose war einfach - mit einer SAY360 überbrückt und schon schaltet der Dreher ein, wie er soll smile Final getauscht - alles schön...

Die defekte Diode benimmt sich ausgebaut scheinbar normal - sperrt nur in die eine Richtung.... Wieder etwas gelernt....

aber weiter geht es - super leise ist das Gerät - wird aber am Abtastsystem liegen - denn bei eine heilen Gerät sieht man an der Etzerrungsplatine eine viel viel stärkeres Signal..

Ein Unterschied gibt es leider zwischen den Geräten auch noch.. der Tonarm sollte sich so langsam bewegen, dass man es fast nicht seht - beim Problemkind sieht man wie sich der Winkel verstellt und er dann nachgezogen wird...

Woher weiß der Plattenspieler denn dass er den Tonarm weiter bewegen muss ? Eine Anleitung habe ich leider nur für den 1205 - Gabelkoppler - ist das die kleine Lichtschranke unter dem Tonarm ???

Viele Grüße aus Berlin
Jens
Steffen
Hallo Jens,

VD413 ist identisch VD4130, die Null wird einfach weggelassen. Konnte bald nichts anderes sein.

Wie wird nachgeführt? Du hast einen Gabelkoppler mit einer Blende drinnen, dieser gewinkelte Blechstreifen. Bewegt sich nun der Tonarm durch die Rillen etwas nach links, so wird die Blende ein wenig aus dem Koppler geschwenkt, die Elektronik erkennt das und setzt den Linearmotor in Bewegung, bis die Blende wieder entsprechend in die Gabellichtschranke eingeschwenkt ist. Das muß alles schön sauber eingestellt sein, ist in der SA auch gut beschrieben (Pinkt 10.2.4, Seite 25)

Steffen
Athotis
Hallo Steffen - und natürlich auch das ganze Forum -

genau so habe ich mir die Nachführung schon gedacht... dann habe ich ja mal wieder einen schönen Fehler zum Suchen smile Optisch sieht es so aus als müsste es funktionieren... aber mal sehen, was die Elektrik dazu sagt...

Jetzt geht es aber erst mal wieder in die Sonne smile

Vielen Dank!!!

Jens
minimaxx
Hallo Jens,

wenn der Tonarm nicht gleichmäßig nachgeführt wird, könnte es auch an den Rollen liegen, welche vielleicht nicht ganz leicht laufen. Eine Nadelspitze Öl in das Lager hat bei mir mehrfach zum Erfolg geführt.
Es muß nicht immer die Elektronik sein. Augenzwinkern

Gruß
Peter
Athotis
Hi Peter - gefettet hatte ich die Rollen schon - die waren anfangs so schwegängig dass der Schlitten immer nur ruckweise gefahren ist - Robbe Präzisonsfett aus meiner Modellbaukiste hat geholfen - was für Hubschrauber gut ist, kann für Plattenspieler nicht schlecht sein smile
Danach war der Schlitten so leichtgänging dass mein Original-1203 die gleiche Behandlung bekommen hat...

Nun zu meinen Messungen - am Anschluß 4550 stimmt die Spannung 8 Volt - sie wird auch brav weniger wenn der Tonarm aus dem rechten Winkel heraus läuft - nur zieht es der Plattenspieler vor diesen Winkel mit einem Ruck auszugleichen... auffällig ist dass bei dem heilen Dreher die Spannung mehr schwankt, so als auch die Höhe der Platte sichtbar wird, denn ganz plan ist sie nicht.. aber ich werde mich mal in den Schaltplan vertiefen...

Grrrr... jetzt hat sich mein "heiler" Plattenspieler verabschiedet - einfach ausgegangen - SD335 oll - neuer eingelötet - 20 Sekunden - weg - nun habe ich nur noch einen dieser Transen da... ich glaub ich mach heute nix mehr...

Grüße aus Berlin
Jens
Frank Hennebach
Hallo Jens ,

mach mal die hintere Laufstange mit Spiritus sauber , an dieser schleift ein Kohlestift und es werden damit Rauschimpulse erzeugt für die ruckfreie Nachführung . Und löte alles schön nach , vorallem die 2 Stromschienen, wenn Du endlich mal einen zuverlässigen PA haben willst . Ein wechseln aller Unterbrecherdionen ( axiale SAY 20 ) bringt nochmal richtig Punkte in der Zuverlässigkeit - mit den Dingern gibt es nur Probleme ! Aber das hat ja Steffen schon geschrieben .

Gruß Frank
Steffen
Hallo Jens,

Frank hat den Finger drauf. Untersuch den Rauschkontakt und auch dessen Leitungsführung zur Platine. Laufschiene gründlich reinigen, ggf. Kontakt nachjustieren, nach Leitungsbruch suchen.
Na und natürlich wieder die allseits beliebten Dioden Augenzwinkern

Steffen
Athotis
Guten Morgen Steffen und Frank,

vielen Dank - den Rauschkontakt werde ich mir mal ansehen - gereinigt hatte ich das ganze Gerät, auch die Schienen, allerdings schon als erste Amtshandlung in meinen Händen.. aber doppelt kann ja nicht schaden...

Dumme Dioden stehen auch bei mir ganz hoch im Kurs...

Aber als erstes möchte ich mal meinen Referenz 1203 wieder fit bekommen - auch heute Morgen lief er mit einem neuen SD335 (VT4140) nur 30 Sekunden... danach hat das Netzteil kurz gebrummt und der Transistor war tot... Teufel

Jedenfalls ein schöner Fehler... irgendjemand wird da wohl plötzlich sehr sehr stromhungrig werden... heute Abend werde ich mir mal eine Strombegrenzung für den Transistor bauen und dem Fehler auf den Grund gehen... ist bestimmt auch nur eine Diode unglücklich

Viele Grüße aus Berlin
Jens
Steffen
Hallo Jens,

das Netzteil ist an der Grenze des machbaren dimensioniert. Transi mit tromverstärkung größer/gleich "B" ist wichtig, Netzspannung kontrollieren, bei über 230 V wird es auch eng.

Steffen
Athotis
Guten Abend @ll, ein neuer Abend - neues Glück, mein guter 1203 spielt wieder...

Meinen ersten Transi habe ich durch Blödheit gekillt - ist mir aber eben erst aufgefallen - ich habe nen Kurzen gebaut - Oszimesskopf hat aussen 2 cm lang eine geerdete Umhüllung. Die durchgehenden Spannungsversorgungsleitungen am Plattenspieler sind aus Blech und schon kann man super gut die Masse mit der Betriebsspannung verbinden.... grrr...

Die beiden Austauschtransistoren waren dann C-Typen... keine Ahnung was denen nicht gefallen hat - eventuell überarbeitet..

Jetzt habe ich erst mal einen SD339 C-Typ mit einer Lampe als "Sicherung" verwendet - alles schön smile (OK beim Ausbau hat sich ein Leiterzug getrennt und statt beim Start beide LEDs blinken, wollte nur die 33er)

Nun kann ich mich mal an den Nachführungsfehler bei dem "Neuling" wenden...


Viele Grüße und noch einen schönen Abend...

Jens

PS: SD 335 sind unterwegs zu mir smile