Steffen
Hallo,
hat evtl. jemand einen PA 2040 in der Nähe und kann für mich mal den ohmschen Widerstand der Primärwicklung des Netztrafos messen?
Ich hab hier ein Gerät, wo sporadisch die Netzsicherung auslöst, Defekte im Gerät sind nicht erkennbar, alles funktioniert bei mir einwandfei. Der Trafo hat primär je nach Erwärmung ca. 16...25 Ohm, das erscheint mir auf den ersten Blick sehr niedrig. Andererseits ergab eine Vergleichsmessung an ähnlichen Trafos ähnlich niedrige Werte (SR 3930: 35 Ohm, PA 2030 mit kleinerem Trafo 60 Ohm).
Ich tippe darauf, daß der Trafo einen Windungsschluß hat, deshalb wäre es schön, wenn jemand meine Meßwerte bestätigen oder widerlegen könnte.
Danke
Steffen
Goofi
Hallo Steffen,
leider habe ich keinen PA2040.
Das Thema Windungsschluss hatten wir ja schon ein paar Mal.
Eine Widerstandsmessung bringt in dem Fall selten etwas. Wenn (wie so oft) nur eine oder wenige der vielen (Primär-)Windungen kurzgeschlossen ist/sind misst man das nicht heraus. Aussagekräftiger ist die Messung des Primärstroms ohne Last (z. B. mit dem "Energiekosten-Messgerät"). Wenn dann der Wert schon höher ist als beim SR3930 oder PA2040 mit Last liegt mit ziemlicher Sicherheit ein Windungsschluss vor.
VG René
Steffen
Hallo René,
das Problem ist, ich hab keinen PA 2040 zur Vergleichsmessung. Mir erscheinen die 16...25 Ohm aber generell zu niedrig. Eben auch rein ohmsch gemessen, obwohl mir natürlich klar ist, daß man einen Trafo im Normalfall nicht ohmsch durchprüfen kann. Dieser sehr niedrige Wert sieht aber schon nach Windungsschluß aus.
Steffen
Zippel
Hallo Steffen,
wenn das der Trafo mit den 2 U - Halterungen ist sind es bei meinem 32,8 Ohm.
Gemessen mit einem Fluke 75.
Mach doch mal rein prophylaktisch ne Glühbirne in Reine.
Wenn nicht die Wattzahl der Birne verringern.
Gruß Zippel
Steffen
Hallo René,
2 U-Halterungen? Bin da nicht sicher, ob man das hier als U bezeichnen kann. Das ist der Trafo, wo an einer Halterung noch ein Schraubloch ist für die Bodenplatte. LL60/30 und Bv 1547.51-15.00 steht drauf.
Aber 32,8 Ohm wäre ein deutliches Zeichen, daß meiner Windungsschluß hat.
Glühlampe in Reihe zur Fehlersuche ist schon klar
LG
Steffen
Zippel
Hallo Steffen,
nicht wegen der Fehlersuche sondern als "sichtbare Quelle".
Theortisch müsste ja die Glühlümpe etwas heller glimmen/leuchten wenn der Trafo irgendwo einen Schluss hat als wenn der keinen Schluss hat.
Gruß Zippel
Steffen
Ja, das klappt schon so. Aber da die 500-mA-Sicherung nur sporadisch anspricht, ist das damit nicht erkennbar.
Ich bekomm morgen einen Trafo, da kann ich das austesten.
Steffen
RPF
das liegt meist an einem IC A2030 oder einem 1 Ohm Widerstand vom Boucherot-Glied, im PA 2030 / 40. Die 500mA Sicherung, im PA 2040, ist recht knapp für die zwei mal 10W an 4 Ohm Ausgangsleistung.
Rolf
Steffen
Nein!
Ich weiß schon, was ich tu und warum ich nach dem Trafo frage.
Goofi
Wenn selbst der V100 mit einer 500mA Primär-Sicherung auskommt dann ist die im PA2040 mit Sicherheit ausreichend bemessen.
VG René
Steffen
Ja René, aber die Antwort von Rolf hatte leider mit meiner Frage rein gar nichts zu tun.
Ich soll heut einen Trafo bekommen und denke, dann kann ich hoffentlich auflösen.
Steffen
RPF
der PA2030 und PA2040 unterscheiden sich nun mal im wesentlichen im Netztrafo, das ist alles unproblematisch so lange die Ausgangsspannung des Trafos des PA 2040 mit höherer, > 230V, Netztspannung, 27V nicht überschreitet. Ab Ub 36V reagieren viele A2030 mit plötzlich ansteigenden Strom.
Diskret aufgebaute Verstärker kommen mit der größeren Netzspannung recht gut zu recht.
zu deiner Trafo Frage,
wenn der Trafo ohne Last nicht heiß wird, hat er sicher keinen Windung Schluss, 230V anschließen, mit 500mA Sicherung in reihe und liegen lassen, ab und an die Ausgangsspannung messen, die muss 24V bis max 27V betragen.
Einen Windung Schluss kannst du nur mit Wechselspannung erkennen, an zu hoher ler lauf Stromaufnahme und einem heiß werdenden Trafo.
Rolf
Steffen
Ja Rolf, das weiß ich alles, ich hab auch auch schonmal Geräte repariert und kenn auch den Unterschied zwischen PA2030 und 2040. Ich verdien sogar einen Teil meines Lebensunterhaltes damit. Deine Antworten haben aber mit meiner Frage überhaupt nichts zu tun und bringen mich keinen Milimeter weiter.
Woher willst Du denn überhaupt wissen, daß die Platine mit der Endstufe am Trafo angesteckt ist oder welche Netzspannung anliegt? Davon hab ich nie geschrieben und das war doch gar nicht gefragt.
Alles was Du schreibst, stimmt natürlich, hat doch aber mit meiner Frage nichts zu tun. Ich versteh nicht, warum Du mir das alles mitteilen willst.
Was bitte ist denn an der Frage nach dem Gleichstromwiderstand der Primärwicklung so kompliziert und schwer zu verstehen?
Steffen
ggrohmann
Hallo Steffen,
einen PA 2040 hab ich da. Falls es noch erforderlich ist, kann ich den mal rausholen und den Trafo messen.
Guido
Steffen
Hallo,
ich habe gerade einen Trafo aus einem funktionierenden Gerät bekommen und muß sagen, der macht genau das gleiche. Gleichstromwiderstand der Primärwicklung ca. 16 Ohm und er läßt beim Einstecken in die Netzspannung ab und an den Sicherungsdraht zappeln. Ich rede vom reinen Trafo im Leerlauf, also ohne sekundäre Last (Stecker von der Platine gezogen) und ohne primär parallelgeschaltenen Kondensator und Plattenspielermotor und mit 230V-Netzspannung (eh jetzt schon wieder die Geschichte mit der angeblich defekten Endstufe oder vermuteter erhöhter Netzspannung kommt - nein, daran liegt es wirklich nicht). Der Trafo selbst nimmt im Leerlauf schon mal 150...180 mA.
Erstaunlicherweise war bei dem Ersatztrafo bereits eine 800-mA-Sicherung eingesetzt. Die 500 mA bring ich auch bei diesem Trafo allein durch häufiges Ein- und Ausschalten zum Zappeln und letztendlich Durchbrennen.
@Guido,
wenn es nicht zuviele Umstände macht, würde mich interessieren, ob Du dieses Verhalten nachvollziehen kannst und ob bei Dir 0,5 oder 0,8 A eingesetzt ist.
Steffen
ggrohmann
Hallo Steffen!
MIr war das dann doch zu aufwändig, also hab ich nur bei eingeschalteten Gerät, ohne eingeschalteten Motor den ohmschen Widerstand über dem Netzstecker gemessen. Das ergab 23,8 Ohm. Zudem ist eine 630mA-Sicherung eingesetzt, also weder 500 noch 800 mA.
Guido
Goofi
Hallo Steffen,
das sind ca. 35W Ruheleistung! Eine ziemliche Fehlberechnung bzw. -leistung vom Trafohersteller oder Ziphona.
Bin gespannt auf Guidos (Vergleichs-)Messung.
VG René
Steffen
Hallo Guido,
das bestätigt meine Messungen, danke! Ja, die 630er ist besser, als die 500er. Aber auch die 630er habe ich mit dem Streßtest (Stecker mehrfach rein/raus) zum Auslösen bringen können.
@René,
ja, das ist Wahnsinn, was die Kiste verbrät. Im Normalzustand, d.h. mit angeschlossener Verstärkerplatine, eingeschalten, aber ohne Wiedergabe hab ich sogar 45 W und der Trafo wird handwarm (wird er übrigens auch mit abgezogener Last). Naja, in irgendwas muß die Leistung ja umgesetzt werden.
Steffen
CSI
| Zitat: |
Original von Steffen
...habe ich mit dem Streßtest (Stecker mehrfach rein/raus) zum Auslösen bringen können...
|
Rush-Effekt..???
Gruß CSI
holm
Steffen Du hast doch sicher einen Stelltrafo..mach mal 220V~ und schau Dir das Theater mal bei der Spannung an.
Aus meiner Sicht ist der Trafo wohl "auf Kante genäht" und hat zu wenige Windungen primärseitig, dadurch steigt der magnetische Fluß im Leerlauf bei höheren Spannungen so weit an, das der Kern in die Sättigung gerät und der Strom sehr stark ansteigt.
Verschiedene kleine Platinentrafos durfte man aus diesem Grund nicht im Leerlauf betreiben, die wurde in diesem Betriebszustand zu heiß. (auch Wandwarzen).
Gruß,
Holm