DA 202 macht klackerndes Geräusch

Matthias
Hallo,

ich habe hier ein DA202 Direktantriebsmotor, der ein klackerndes Geräusch macht, ähnlich dem beim Freilauf eines Fahrrades, nur leiser. Das Geräusch ist auch bei ausgeschaltetem Dreher, wenn man den Plattenteller mit der Hand dreht. Es ist, im Uhrzeigersinn gedreht (also so wie der Plattenteller beim Betrieb dreht) deutlich lauter als gegen den Uhrzeigersinn, ca. 10 Klacks pro Umdrehung.

Das Lager ist es nicht, bei ausgebauter Leiterplatte ist das Geräusch weg. Auf der Leiterplatte ist mir aufgefallen, dass drei der vier Spulen mit der Leiterplatte fest verbunden sind (verklebt?), das vierte aber nicht. Man kann es leicht etwas anheben und auf die Leiterplatte zurückfallenlassen, dann macht das ein ähnliches Geräusch, nur lauter. Könnte die lockere Spule die Ursache des beschriebenen Geräusches beim Drehen sein?

Was könnte noch solche Geräusche verursachen und welche erprobten Lösungsvorschläge gibt es dagegen?

Tschüss, Matthias
andy62
Hallo Matthias,
das kann durchaus die Ursache sein.
Jedesmal wenn sich der Gegenpol vom Magneten über die Spule hinweg bewegt, wird diese an den Magneten gezogen und fällt danach wieder zurück auf die Platine.
Da ich jetzt nicht weiß wie die Spulen auf der Platine befestigt sind, kann ich dir dazu keinen Tip geben. Eventuell mit Kontaktkleber auf die Platine kleben.
Grüße,
Andy
Steffen
Hallo Matthias,

der DA klackert bei mechanischen Fehlern. Dies kann zum Einen ein Fremdkörper am magnetischen Rotor sein (Metallteil, ausgebrochenes Magnetstück), zum anderen eine lockere Spule. Also einfach Spule festkleben und zusätzlich den Rotor auf Fremdkörper kontrollieren, ggf. abwischen und das Geräusch sollte verschwunden sein.

Steffen
Matthias
Hallo,

danke für die Hinweise. Dem DA konnte ich inzwischen das klackern abgewöhnen.

Zitat:
Andy schrieb:
Jedesmal wenn sich der Gegenpol vom Magneten über die Spule hinweg bewegt, wird diese an den Magneten gezogen und fällt danach wieder zurück auf die Platine.

Diesen Gedanken hatte ich auch. Nur, eine nicht stromdurchflossene Spule aus Kupferlackdraht ist eigentlich nicht magnetisch und einen Eisenkern konnte ich nicht sehen. Insofern ist mir das Klackern bei ausgeschalteter Antrieb etwas unerklärlich.

Ich habe zunächst die lockere Spule angeklebt.
Alle vier Spulen sitzen auf einen gemeinsamen Spulenträger aus Kunststoff, der die Spulen formschlüssig an die Leiterplatte drückt. Dazu hat der Spulenkörper in der Mitte jeder Spule einen Zapfen, der in einer Bohrung durch die Leiterplatte führt und auf der Leiterzugseite thermisch verpresst ist (wie ein Nietkopf). Dieser Zapfen hatte bei der losen Spule 0,5mm axiales Spiel in der Leiterplattenbohrung. Damit die Spule wieder formschlüssig und nicht nur durch die Klebung gehalten wird und alsbald wieder lose ist, habe ich dieses Spiel beseitigt. Dazu habe ich mir hufeisenförmige Unterlegscheiben aus Kunststoff angefertigt, die ich unter die Verpressung geschoben und verklebt habe.
In der Serviceanleitung des DA steht: “Die Elektrolytkondensatoren über den Spulen ….. lassen den Einschaltstrom verzögert ansteigen, wodurch ein mechanisches Klicken der Spulen verhindert wird.“ Im Umkehrschluss heißt das für mich, ein defekter Kondensator kann auch ein Klicken bzw. ein “Losreißen“ der Spulen verursachen. Ich habe deshalb die Elkos geprüft, waren aber alle i.O.

Tschüss, Matthias