Fragen zu Anzeigeröhren (Nixie)

holm
Du kannst beliebig über Peinlichkeiten und über zurückrudern philosophieren, ich ziehe mir allerdings den von Dir hingehaltenen Schuh einfach nicht an. Ich habe auch nichts aus dem Zusammenhang gerissen und falsch zitiert.

Probiere mal Google "+Leuchtstoffröhre +Glimmentladung" und das Selbe noch mal mit "+Leuchtstoffröhre +Bogenentladung". Letzteres erzeugt keinerlei Treffer.

Ich muß auch weder etwas über Feldtheorie und Leitungstheorie wissen um eine Meinung zu Leuchtstoffröhren zu haben und ich muß mir schon gar nichts über meine Schulbildung anhören.
Wer mir mit solchen Argumenten kommt muß sich nicht über die Art und Weise wie das Echo kommt wundern.

.-.

Elek will seine Bogenentladung, Goofi baut Nixieanzeigen mit Multiplexing, deswegen muß ich ganz einfach schief liegen.

Gut. Ich hab nichts weiter zum Thema zu saqen und werde mir 2x überlegen ob ich wiedermal zu einem Thema was zu sagen habe. Wer nicht will, der hat schon. Jeder darf von mir aus seine Meinung haben und die auch öffentlich äußern (es sind die letzten Tage in denen wir solche Meinungsäußerungen erleben dürfen ..und ihre Folgen), aber ich muß mir diese Meinungen nicht unbedingt zu eigen machen.

Gruß,
Holm
ELEK
Holm, immer noch nichts geschnallt ? Es ging nicht in erster Linie um's "Recht haben".

...egal...

Hab jetzt die Passagen aus dem von mir eigentlich unter der Literaturempfehlung Nr.2 gemeinten Buch "Plasmatechnik"

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herausgesucht und mal 2 Seiten eingescannt. Leider verzweifle ich an der 60kB-Vorgabe, das Irfanview will es partout nicht auf diese Größe bringen... ich schicks per mail, wenn Du es annehmen willst.

Nur ganz kurz daraus zitiert, meine Erinnerungen daran waren aus dem Jahr 1995/96, wo ich meine Abschlußarbeit zu einem Thema, das diese Probleme tangierte, geschrieben hatte:

- Glimmentladungen haben Kathodentemperaturen "nicht viel höher als Zimmertemperatur"
- "Leuchtstofflampen nutzen die positive Säule eines Niederdruckbogens"
- Bogenentladungen sind (u.a.) durch einen eng begrenzten Kathodenfleck hoher Stromdichte gekennzeichnet

So und jetzt überlegen wir mal kurz, wie Hochspannungsleuchtstofflampen (Las Vegas... u.a.) arbeiten: Elektroden aus kleinen, "unbeheizten" Zylindern: Anwendung der Niederdruck-Glimmentladung - vs. - Niederspannungsleuchtstofflampen = Nutzung d. Niederdruck-Bogen-Entladung: KathodenWENDEL mit Thoriumverbindungen im emissionsfördernder Beschichtung, Anheizen, Welche Temperatur haben die Elektroden im Betrieb ? Zimmertemperatur wie bei Glimmlampen ?? ...Weiterbrennen ohne Fremdheizung ist nur möglich, weil der Ionenbeschuß die Temperatur hoch hält, den "eng begrenzten Brenn-Fleck" kann man ggf. sogar bei Standard-Leuchtstofflampen sehen (hinten reinluuken, ging besonders gut bei den russischen), erst recht bei denen, wo die Wendel während der Entladung sichtbar ist, Fotos davon kann ich raussuchen....

edit: Hier sieht man rel. gut den eng begrenzten Brennfleck am Kathodenfaden (während der "anderen" Halbwelle ist es die Anode, is klar..):

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Neben dem Anwenderbuch (die erstgenannte Quelle) ist das Buch "Plasmatechnik" mit das Beste, was ich zum Thema Lampen während des Besuchs der höheren Töchterschule gefunden hatte.

Zitat aus "Flammendes Inferno": " ... Soll ich vielleicht noch mehr aufzählen ? ..."

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Es geht mir garnicht darum, Recht zu haben, ich finds nur alles schade, wie die Diskussion aufgrund mangelnder Kultur zerstört wurde !
Steffen
Hallo Ingo,

ich kann zwar zum Thema nichts beitragen, aber schick mir die Buchseiten und ich mach sie "klein" oder Du versuchst es selbst, wenn das nur Text und ggf. Tabellen sind, ist GIF das Format der Wahl.
Ich mach das aber gern für Dich.

Steffen
ELEK
Hallo,

hier nun als Beantwortung der Frage, ob die Entladung in einer Niederspannungsleuchtstoffröhre eine Bogenentladung oder, wie behauptet, eine Glimmentladung ist, ein paar scans aus besagtem Buch "Plasmatechnik" (Literaturverweis, s.o.). Wie schon aus dem Inhaltsverzeichnis hervorgeht, werden sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Anwendungen zu diesem interessanten Fachgebiet sehr umfangreich behandelt. Trotz teils schwieriger Theorie gibt es in diesem Buch sehr gut verständliche und praxisnahe Beschreibungen.

Ein entscheidendes Unterscheidungs-Merkmal zwischen Glimm- und Bogenentladungen ist tatsächlich die Temperatur der Elektroden:
Bei Glimmentladung eher kalt, einfach gebaut aber recht komplizierte Vorgänge an der Kathode und u.a. auch hohe Spannungsfälle und damit sehr niedriger Wirkungsgrad.
Bei der Bogenentladung ist die Kathode dagegen heiß mit punktförmigem Brennfleck, damit das lange funktioniert, gibts bei der Leuchtstofflampe (für Niederspannung) die Wolframwendel mit Emissions"paste", die ist wohl ähnlich wie bei Röhren eher mit Bariumverbindungen versehen... Mit Thorium (wie oben angedeutet) war was bei Hochdrucklampen, das weiß ich grad nicht mehr so genau...

Ergo: wikipedia macht falsche Aussagen zur Entladungscharakteristik, Anzahl der Suchbegriffe bei Google ist auch kein Kriterium, erstens sollte man z.T. auch mal in englisch was suchen (hab ich jetzt nicht gemacht, gilt generell) und zum Anderen wäre das Argument "Anzahl der Treffer" dann auch der Beweis für den menschengemachten Klimawandel...

Gruß Ingo