fritze67
Ich habe mich mal wieder meinem PA 2203 gewidmet. Startet man ihn mit "33", schießt der Tonarm mit einem Affenzahn bis zur Endlage und dann genau so schnell zurück und schaltet sich dann aus.
Im Moment suche ich im Schaltplan, wo der obere Anschluss von R4680 hin geht.
Gruß
Ronald
Steffen
Hallo Ronald,
das ist das typische Fehlerbild, wenn die Strichrasterimpulse nicht eingelesen werden. Der erste Blick geht da immer an die Unterseite der Tonarm-Sensor-LP, ob am Optokoppler die Strichrasterblende abgefallen ist. Als nächstes das Leiterband prüfen bzw. an dessen Anschlüssen messen, ob die Strichrasterimpulse auf der Steuerlogik ankommen.
Steffen
fritze67
Hallo Steffen,
ich habe das Flexband gewechselt, da keine 12 V am der Sensoreinheit ankamen.
Am C des Fototransis für die Strichrasterabtastung messe ich 0,5 V, keine Impulse bei Bewegung feststellbar. Fototransi abgedunkelt -> 10 V am Kollektor. Das ist auch am Eingang des ersten folgenden Gatters meßbar. Strichrasterband läuft in der Gabellichtschranke, ich würde sogar sagen, es schleift am Fototransi.
Ronald
Steffen
Hallo Ronald,
gut und schön, aber ist die Strichrasterblende auf der Gabellichtschranke überhaupt drauf? das schreibst Du nämlich nicht. Die fällt eben gern mal ab, dann läuft das Strichrasterband durch die "nackte" Gabellichtschranke und es können dann natürlich keine Impulse kommen. Die IR-Sende-LEDs der 2 Lichtschranken sind in Reihe geschalten, d.h. bei einer abgerissenen Leitung zum Reflexkoppler im Tonarm geht keine der beiden Lichtschranken.
Ob die IR-LEDs leuchten, kannst Du ganz einfach im abgedunkelten Raum mit einer Handykamera erkennen.
Steffen
fritze67
Hallo Steffen,
wie sehe ich, ob da eine Blende drauf ist? Die prinzipielle Funktion der Lichtschranke habe ich ja schon mit dem Abdunkeln (dann 10 V am C des Fototransis) nachgewiesen.
Ronald
Steffen
Hallo Ronald,
wie Du das siehst? Mit den Augen

Du mußt den Strichrasterstreifen etwas wegdrücken und auf das Kunststoffgehäuse der Lichtschranke schauen. Hab Dir mal ein Bild der Sensor-LP angehangen mit der Schlitzblende auf der Lichtschranke.
Ja, Du hast die prinzipielle Funktion der Lichtschranke nachgewieen. Aber geht die IR-LED auch oder war das das Umgebungslicht? Kann ich jetzt schwer beurteilen von Ferne, deshalb die Sichtprüfung, ob die LEDs IR-Licht abstrahlen.
Steffen
Edit: die Blende auf dem Bild sitzt schief, so soll das natürlich im gut eingestellten Gerät nicht sein
fritze67
Meine Messungen würde dafür sprechen, dass die fehlt.
Ronald
Steffen
Gucken mußt Du, ob die dran ist
Daß das Fehlerbild für das Fehlen der Blende spricht, hab ich schon im ersten Post geschrieben. Du mußt einfach mal nachschauen
Beim 1203 kannst Du die ganz einfach aus einem altem Strichrasterband fertigen oder ganz keck vom Überstand des Bandes im Gerät etwas abschneiden und verwenden. Beim 1205 geht das dann nicht mehr so einfach wegen des Doppelkopplers und dem Versatz in der Blende.
Steffen
fritze67
Hallo Steffen,
was ist der einfachste Weg? Die Platine ausbauen?
Gruß
Ronald
Steffen
Hallo Ronald,
zum Ersetzen bzw. neu Anbringen solltest Du die Platine mitsamt des Tragarmes am besten ausbauen (Leiterband raus, 2 Leitungen vom Linearmotor abziehen, 4 Treibschrauben an der Motorspule ab, Sicherungsblech neben der vorderen Rolle lockern, Tragarm abnehmen), das ist bei eingebauter Platine sonst ne elende Fummelei. Zum Kontrollieren natürlich nicht, schrieb ich ja bereits:
| Zitat: |
| Du mußt den Strichrasterstreifen etwas wegdrücken und auf das Kunststoffgehäuse der Lichtschranke schauen. |
Also schau einfach mal nach, ob das Teil da ist, sonst kommen wir hier nicht weiter. Jede Messung oder Platine ausbauen oder nicht ist davon abhängig, ob die Blende drauf ist oder eben nicht. Erst dann können wir weitermachen und ggf. an der Elektronik forschen.
Steffen
fritze67
Ich habe die Blende gefunden, die lag drin!
Ronald
Steffen
Also war sie doch ab
Siehste
Steffen
fritze67
Der Groschen musste erst einmal rutschen, wie da das Prinzip ist. Ich hatte mich damit bisher nicht auseinander setzen müssen und ging davon aus, dass der Rasterstreifen das allein macht. Würde er wahrscheinlich auch, wenn gleich in der Halterung des Fototransis ein entsprechender Schlitz drin wäre.
Ronald
fritze67
Für den Entzerrerverstärker gab es doch mal eine Verbesserung. Hat die jemand für mich?
Ronald
kampfruderer
Hallo Ronald,
ich kann dir nur einen allgemeinen Tip für den Abschluß von Magnettoabnehmern geben:
Abschlußwiderstand: 47 kOhm (genormt)
Abschlußkapazität: so wählen, daß sie mit der Induktivität des TA eine Resonanz von ca. 16kHz bildet
Das heißt, die Induktivität des TA mit einer RLC-Meßbrücke ausmessen und die erforderliche Abschlußkapazität nach der Schwingkreisgleichung berechnen. Die Leitung im Plattenspieler zwischen TA und Entzerrer soltte man entweder auch messen oder man kann sie mit ca. 20pF ansetzen.
Bei Plattenspielern mit eingebautem Entzerrer ist das optimal umsetzbar, da TA und VV fest kombiniert sind. Ein Verstärker mit TA-Eingang muß ja "universell" funktionieren und paßt damit auf keinen TA "richtig". Ich habe mich mehrmals gewundert, wie viel das bringt. Der Tip stammt aus einer "application note" eines OPV-Herstellers.
Gruß
Christian
fritze67
Update:
Christian hat mich auf die Idee gebracht, einfach mal ins Datenblatt des Abtastsystems zu schauen.
Dort sind für das AT100E 47 kOhm und 100-200 pF als Abschluss angegeben.
Problem mit dem AT100: Die Nadelschutzklappe lässt sich nicht richtig öffnen, da sie am Reflexkoppler anschlägt und damit entfernt werden muss.
Der Tragarm schießt jetzt nicht mehr umher, er ruckelt zum Ende und ruckelt zurück. Aber scheinbar legt er die letzten 1,5 cm vom Rücklauf ruckelfrei zurück.
Ronald
fritze67
2. Update
Das Ruckeln wurde durch eine Schwergängigkeit verursacht. Auf dem festen Sicherungsblech (unter der hinteren rechten Rolle, ist auch etwas auf dem Bild zu sehen) steckte ein Plastikteil, was auf dem Blech unter dem Tragarm schliff. Das Blech endet 1,5 cm vor der Ruhestellung, daher lief der Tragarm dort ruckelfrei.
Jetzt stört mich noch, dass der Tragarm in der langsamen Transportgeschwindigkeit ruckelt. Bei meinem 1203 ist das auch so. Stellt sich also die Frage: Ist es ein Bug oder ein Feature?
Ronald
Steffen
Hallo Ronald,
zuallererst bei jedem 1203/1205 den Schlitten leichtgängig machen, der muß sich mit dem kleinen Finger spielend bewegen lassen. Das ist das allererste.
Dann untersuch den Rauschkontakt an der hinteren Schiene des Schlittens.
Ist das alles OK, kannst Du die Transportgeschwindigkeit etwas erhöhen, das Ruckeln verschwindet dann idR., da der Arm bei zu langsamer Geschwindigkeit nicht mehr kontinuierlich läuft.
Steffen
Steffen
Aha

Ich kann da gerade keine Parallele erkennen.