ELEK
| Zitat: |
| Ich meine ein Messwerk mit 13,2 Ohm ist kein Strommessgerät im Niedervoltbereich. |
Lutz, is doch alles richtig ! Die meisten Amperemeter sind aber doch garkeine, sondern Spannungsmesser im mV-Bereich in Verbindung mit einem Meßwiderstand (Shunt). Die Messen also die sehr kleine Spannung über einem sehr kleinen (Shunt-)Widerstand und zeigen den "großen" Strom auf einer Skala an...
(Natürlich ist auch die Spannungsmessung wiederum eine Strom---Magnetfeldmessung! Also streng genommen ist der Shunt-Meßwiderstand und der Meßwerkwiderstand eine Parallelschaltung von Widerständen, wobei die Stromteilerregel gilt... die erste Erklärung ist für mich aber besser, weil Stromteiler nur bei sehr kleinen parallelen Widerständen praktischen Sinn macht... physikalisch ist es aber trotzdem zutreffend).
Auf Dein zweites posting bezogen: Du denkst wahrscheinlich immernoch, daß wir ein 2A-Meßwerk vor uns haben, wie gesagt stimmt das nicht, das ist nur das Drehspulmeßwerk mit einer auf 2A kalibrierten Skala. Aber es stimmt schon, das Meßwerk braucht einige 100µA... oder so zum Vollausschlag, wir wollen 20A messen, also brauchts den enstprechenden shunt...
soweit Zustimmung ??
gruß Ingo
Goofi
Man könnte auch Folgendes machen: Einen Widerstand von bspw. 0,1Ohm mind. 0,5W in die Plus- oder Minusleitung einschleifen, darüber fallen max. (bei 2A) 0,2V ab, das sollte verschmerzbar sein. Parallel zu diesem die Schleifbahn (also die äußeren Anschlüsse) eines Trimmpotis 100 bis 470Ohm schalten, den Schleifer und ein Ende der Schleifbahn mit dem Instrument verbinden. Dabei auf die richtige Polung achten.
Das Ganze dann mit dem DMM kalibrieren. Dazu zunächst den Schleifer auf Schleifbahnende Instrumentenanschluss stellen und dann vorsichtig zurückdrehen.
Vielleicht die schnellste Variante und für diesen Zweck ausreichend. Und es erspart viel Rechnerei und graue Theorie.
VG René
ELEK
...das ist auch ein guter Vorschlag, René, hat aber den Nachteil, daß Du von vornherein einen rel. hohen Spannungsfall am Shunt hast !
Es ist doch weder graue Theorie noch viel Rechnerei mit meiner Methode:
Angenommen, wir haben 26,7 mV für Vollaussschlag, welchen shunt brauchen wir ?
R = U/I, nix mehr unter Vernachlässigung des Instrumentenwiderstandes von 13,... Ohm, der Fehler liegt in der Größenordnung des Verhältnisses 13 Ohm / 13 mOhm also 1 promille (siehe später), die Schose wird eh noch "abgeglichen", weil Toleranz der Widerstände.
Exakt also R = 0,0267 V / 2,0 A = 13,35 mOhm (Milli-Ohm), also kauf ich 14 oder 15 mOhm und schalte noch weitere parallel, von mir aus mit kleinen Einstellpoti ermittelt. Super Feinabgleich mit Parallelwiderständen bis "100 Ohm"
Dadurch hab ich minimalsten Spannungsverlust am shunt:
U = R x I = 0,01335 Ohm x 2 A = 0,0267... V (...steht ja oben schon ^^)
Leistung shunt: P = U x I oder I²R... ziemlich übersichtlich.
...is doch alles keine Raketenwissenschaft ^^
Gruß Ingo, ein großer Fan von der Einheit von Theorie und Praxis ^^ also "bunter" Theorie
2brueck
Hi
OK, also kein 2A Messwerk. Somit ist unbdingt erforderlich festzustellen bei welcher U bzw. µA das Messgerät Endausschlag hat. Dann ists einfach den Shunt zu berechnen.
Frage an EAW
Ist den das erste Bild, in Betrieb (also A-Meter eingeschleift)? Dachte ich. War wohl falsch.
Hauts denn den Zeiger voll auf Endausschlag wenn du den Ohm Wert am Messgerät misst? oder zuckts nicht mal?
Also U Wert bzw A (µA) Wert für Endausschlag feststellen.
Wurde ja beschrieben wie. Ohm Wert haben wir ja.
Und Entschuldigung für meine 2A Verhärtung.
Einschleifen würde ich das A Meter in die + Leitung, wegen GND Anhebung.
VG Lutz, de2bru
Goofi
Hallo Lutz,
bei den von Holger gemessenen 13,2Ohm ist davon auszugehen, dass der Shunt tatsächlich fehlt. Stand nach seinen Worten wohl auch so in der Beschreibung. Eben für chinesische "Buchtis" typische Verramschung von irgendwelchen "Überplanbeständen", die vor der Shenzener Müllhalde gerettet wurden. Die 2A würde das Instrument "nacksch" wohl nicht einmal eine Zehntelsekunde verkraften...
Vielleicht hat es schon einen Knacks weg, wenn es tatsächlich "shuntless" in Betrieb war.
Man sollte erst nachdenken und dann klicken.
VG René
EAW 145 Fan
| Zitat: |
| Original von Goofi Man sollte erst nachdenken und dann klicken. |
Moin Freunde
Mir war bekannt das man zum Amperemeter auch einen Shunt braucht. Laut Auskunft des Verkäufer sollte der 5A Shunt zum 2A Amperemeter passen.
Aber streite dich mal im nachhinein mit einem Chinesen in 12.000 km Entfernung.
Das das jetzt hier in einer Mathe AG ausartet

, war nicht geplant. Und ich muss auch ehrlich passen. Ich bewundere euch für euer Wissen und Erfahrung. Ich hab auch keinerlei Bauteile um eure benötigten Messungen zu machen.
Von daher werde ich wohl auf das 3A Amperemeter mit integrierten Shunt umsteigen. Aber ich warte noch ein paar Tage, vielleicht hat noch jemand eine rettende Idee.
Vielen Dank für eure Hilfe
Gruß Holger
ELEK
Guten Morgen,
o.k., alles klar, dann nimm am Besten ein fertiges Gerät.
Aber nochmal: Das ist keine höhere Mathematik, das sind ganz simple Grundlagen, die auch für andere Basteleien wichtig sind. Ich frag mich ein bischen, was sonst so gemacht wird, wenn schon diese einfache Betrachtung zu Überforderung führt. Es gibt doch zudem so unendlilch viel guten content im Netz dazu. Wie sehr hätte ich nur einen Millionstel davon in meiner früheren Bastlerkarriere gewünscht.
Aber das alles zu beurteilen steht mir natürlich nicht zu und ich respektiere jede Entscheidung, es anders zu machen.
Gruß Ingo
Steffen
Hallo Holger,
das ist keine höhere Mathematik, das ist alles nur ohmsches Gesetz, R = U/I, Physik Klasse 6 oder 7
Man muß als Grundlage eigentlich nur verinnerlichen, daß der Skalenendwert des Meßwerkes nicht der tatsächliche des Meßwerkes ist, sondern willkürlich gewählt wurde und mittels Shunt (Nebenwiderstand) geeicht wird.
Der Widerstand des Shuntes ergibt sich also aus dem Spannungswert für Vollausschlag des Meßwerkes geteilt durch 2 A. Also wirklich ganz einfach, oder? Wurde ja schon mehrfach erklärt.
Warum ist das so? Bitte auch lesen, um es zu verstehen.
Ein Drehspul-Meßwerk hat idR einen Endwert im µA-Bereich für Vollausschlag, also z.B. 250 µA. Das steht selten auf dem Meßwerk drauf, man muß es also in einer Meßsschaltung ermitteln. Dabei mißt man den Stromfluß für Vollausschlag und den Spannungsabfall über dem Meßgerät. Mit R=U/I ergäbe sich damit der Innenwiderstand des Meßwerkes, den ich aber in dem Falle nicht benötige. Von einer reinen Messung des ohmschen Widerstandes des Meßwerkes würde ich aufgrund des Meßfehlers abraten.
Soweit sicher noch keine höhere Mathematik
Wenn ich weiß, daß durch das Meßwerk z.B. 250 µA fließen, seh ich schon, daß ich diese im Vergleich zu den 2 A vernachlässigen kann, 2000 mA - 0,25 mA = 1999,75 mA, also kann man gleich mit 2 A rechnen.
Als Fazit muß man eigentlich nur den Spannungsabfall über dem Meßwerk bei Vollausschlag ermitteln, mehr nicht!
Zur praktischen Ausführung wurde ja schon alles gesagt!
Steffen
Goofi
Hallo Ingo und Steffen,
ich wundere mich da nicht drüber. Vor Jahren hatte ich hier mal eine einfache Verlustleistungsberechnung für einen Netzteil-Längstransistor eingestellt. Dieser konnten (oder wollten?) nur wenige folgen.
Heute gibt es für alles eine App und wo es keine gibt lässt man besser die Finger von.
VG René